Still gelegt wurde der Zweier-Sessellift am Feldberg. Gleichzeitig fällt die Bilanz auf die nun beendete Skisaison positiv aus.
Die Wintersportfans schwelgen in Erinnerungen und Feldberg-Nostalgie, denn die Stunden des Zweier-Sessellifts sind nun gezählt. Am Wochenende hatte er nach mehr als vier Jahrzehnten seine letzten Berg- und Talfahrten gedreht.
Gleichzeitig wurde die Wintersaison am Sonntag auf dem Höchstem Schwarzwald-Gipßfel (vorerst) beendet.
Letzte Fahrt mit dem Lift
Viele posteten Videos und Fotos von ihrer letzten Fahrt mit dem Sessel, fast schon nostalgisch. Die 100 Doppelsessel des Herstellers Doppelmayer hatten seit 1983 hier ihren Dienst getan. 2,2 Meter pro Sekunde ging es vorwärts. Bis zu 934 Personen pro Stunde konnte der Sessellift transportieren.
Früher fuhr man noch allein
Im Rückblick der Feldbergbahnen erfährt man auch: Der erste Einer-Sessellift am Seebuck lief von 1951 bis 1962. Früher saß man also noch allein im Sessellift und ließ die Aussicht ganz in Ruhe auf sich wirken.
Von 1962 bis 1983 fuhr dann der umgebaute Einer-Sessellift und transportierte 427 Personen pro Stunde. Schon damals fuhr der Sessellift nicht nur im Skibetrieb, sondern beförderte auch im Sommer die Ausflügler auf den Feldberg.
Doppelsesselbahn seit 1983
Als im Jahr 2000 die neue Feldbergbahn, eine Kombination aus Sechser-Sessellift und Gondelbahn, installiert wurde, wurde der Zweier-Sessellift um 200 Meter verkürzt. Die Feldbergbahn hat eine weitaus größere Förderleistung und kann bis zu 3300 Personen pro Stunde auf den Feldberggipfel bringen.
Warum nun der Abschied?
Die Konzession für den Betrieb des Zweier-Sessellifts am Seebuck wurde bereits zwei Mal verlängert – und nun gebe es laut Feldbergbahnen keine Möglichkeit mehr, dies noch ein drittes Mal zu tun. Daher führe aufgrund des Alters des Zweier-Sessellifts kein Weg mehr daran vorbei, diesen stillzulegen.
Bilanz der Wintersaison
Seit Sonntag, 22. März, ist der Skibetrieb beendet. Die Feldbergbahn ist mit dem Sechser-Sessel über Ostern noch im Fußgängerbetrieb. Sollte es nochmals zu Schneefällen kommen, könnten einzelne Anlagen am Seebuck vorübergehend wieder öffnen, heißt es in der Pressemitteilung der Feldbergbahnen respektive der Hochschwarzwald Tourismus. Dann geht es in die Revision und in die Vorbereitung auf die Sommersaison.
Die Feldbergbahnen blicken auf eine Wintersaison mit 114 Betriebstagen und einem frühen Saisonstart am 27. November 2025 zurück. Damit habe der Winter ungewöhnlich früh begonnen mit rund 70 Zentimetern Neuschnee.
„Insgesamt sind wir zufrieden mit der Wintersaison 2025/26“, betont der Bürgermeister von Feldberg und Interims-Geschäftsführer Johannes Albrecht. „Diese Saison hat gezeigt, wie flexibel und resilient unser Team und unser gesamtes System am Feldberg sind.“ Und weiter: „Trotz der wetterbedingten Herausforderungen rund um die Feiertage konnten wir dank hervorragender Bedingungen zu Jahresbeginn und einer starken Nachfrage ein sehr solides Ergebnis erzielen.“
Nach einem frühen Wintereinbruch im November folgte ein schwieriges Weihnachtsgeschäft, bevor der Januar und Februar starke Besucherzahlen gebracht hätten. Insgesamt hätten die wetterbedingten Einbußen zum Jahreswechsel weitgehend wieder ausgeglichen werden können.
Ab Anfang Januar stabilisierte sich die Schneelage. Bis Anfang März herrschten durchgehend günstige Bedingungen, die für hohe Besucherzahlen sorgten, heißt es in der Pressemitteilung weiter.
Ursprünglich sei geplant gewesen, den Winterbetrieb bis Ostern aufrechtzuerhalten. Aufgrund ausbleibender Schneefälle seit Fasnacht und der anhaltend warmen Temperaturen endete die Saison jedoch etwas früher als vorgesehen.