Beim Waldmössinger WIntermarkt herrscht auch bei kühlen Temperaturen reges Treiben. Foto: Herzog

Auch wenn der Waldmössinger Wintermarkt jetzt an der Kastellhalle stattfindet, hat sich an der Stimmung der Händler nichts geändert. Die einen sind mit dem Umsatz zufrieden, andere nicht.

Nach dem Umzug von der Heimbach- und Burgstraße 2023 schlugen rund 30 Händler und sechs Vereine bei der 35. Auflage des Wintermarkts zum zweiten Mal ihre Zelte und Buden an der Kastellhalle auf. Nachdem im vergangenen Jahr aufgrund des Wintereinbruchs mit glatten Straßen mehrere Marktbeschicker trotz Zusage zu Hause geblieben waren, waren es diesmal immerhin schon ein paar mehr. An die Zahl 50 aus dem Jahr 2019 fehlte aber ein ganzes Stück.

 

Kalte Temperatur

Das Angebot reichte von Winterbekleidung, Haushaltswaren, Spielsachen, Imkereiprodukte, Räucherware, Weihnachtsschmuck, Süßigkeiten und vieles mehr. Ein Händler aus Karlsruhe packte seine Kleiderstände bereits gegen 16.30 Uhr ein. Auf die Anfrage der Redaktion nach dem Umsatz hielt er sich bedeckt: „War nicht so gut, hätte besser sein können“. Aber man müsse immer mit Kunden rechnen, die beim Kaufen unterschiedlich gelaunt seien. Tags darauf werde er in Seelbach sein. Bekanntlich sei das Wetter im Ortenaukreis „einen Kittel wärmer als hier“, übte sich der Händler in Zweckoptimismus. Andere wiederum zeigten sich zufriedener. Apropos Temperaturen: Die lagen um den Gefrierpunkt, was im November nicht ungewöhnlich ist

. Immerhin blieben die Besucher von einem böigen kalten Wind verschont, der tags zuvor noch beim Sternenzauber in Aichhalden geblasen hatte.

„Diesmal besser als 2023“

Wie bei den Händlern gingen auch die Meinungen der Marktbesucher auseinander, ob die Kastellhalle der bessere oder schlechtere Standort ist. Ex-Narrenchef Siegfried Erath und langjähriger Mitorganisator des Wintermarkts, machte in der Einwohnerfragestunde der Ortschaftsratssitzung keinen Hehl daraus, dass er sich mit dem neuen Standort (noch) nicht anfreunden könne, „auch wenn es diesmal schon besser war als 2023“.

Treffen von Bekannten

Ein anderer Besucher, der gerade einen kräftigen Schluck Glühwein aus der Tasse genommen hatte, brachte es auf den Punkt: „Es wird immer ein Für und ein Wider geben. Für mich ist wichtig, dass es was zu Essen und Trinken gibt und ich Leute und Bekannte treffe, mit denen ich mich unterhalten kann. Und für kalte Witterung gibt es entsprechende Kleidung“.

Vereine sorgen für Kulinarik

Für genügend Kulinarik sorgten die teilnehmenden Vereine, die auch Weihnachtskränze, Basteleien und weihnachtliche Dekorartikel anboten.