Es konnten angenehme Gespräche geführt werden. Foto: Lothar Herzog/Herzog

Beim Waldmössinger Wintermarkt sorgt nicht nur das Wetter für Kontroversen sondern auch der neue Standort.

Der 34. Wintermarkt in Waldmössingen machte seinem Namen alle Ehre. Leichter Schneefall sorgte zumindest äußerlich für vorweihnachtliche Atmosphäre. Der Umzug von der Heimbach- und Burgstraße an die Kastellhalle bescherte dem erstmaligen Veranstalter Ortsverwaltung noch keine Rekorde. Einerseits hatten es am Samstagmorgen einige Händler vorgezogen, aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse doch nicht in den Schramberger Stadtteil anzureisen.

 

Geteilte Meinung über neuen Standort

Die Marktbeschicker, die sich davon nicht abhalten ließen, waren geteilter Meinung über den neuen Standort an der Halle. Eine Marktfrau aus Aichhalden, die wärmende Winterkleidung anbot, vermisste die älteren Besucher. Für sie sei das Wetter mit glatten Straßen sicher ein Grund gewesen, lieber zu Hause zu bleiben, vermutete sie. Mit dem Umsatz war sie trotzdem zufrieden, der sei im vergangenen Jahr auch nicht besser gewesen. Andere Händler wiederum konnten sich mit dem neuen Platz noch nicht so recht anfreunden. „Bei einem Winter-, Advents- oder Weihnachtsmarkt muss man immer mit solchem Wetter rechnen. Da bringt es nichts zu Jammern. Man muss eben das Beste draus machen“, brachte es ein Händlerpaar aus Albstadt-Tailfingen auf den Punkt.

Ein Blick auf die Uhr und sie begannen mit dem Abbau. Andere Marktteilnehmer waren da um 17.30 Uhr bereits mit ihren Verkaufswagen auf der Heimfahrt. Auch die Besucher waren sich uneins, ob der Standortwechsel gut oder schlecht war. „Da kann man nach dem ersten Mal noch kein Urteil fällen. Der Platz hier an der Kastellhalle hat auf jeden Fall den Vorteil, dass man die Leute nicht drängen muss, nach Hause zu gehen, weil bald der Linienbus durchfahren will“, äußerte sich ein Vereinsvorsitzender.

Besucher wärmen sich mit Speisen und Getränke

Wie gerne die Besucher trotz angepasster Kleidung mit Mütze und Handschuhen Schutz vor den niedergehenden Schneeflocken suchten, zeigte das überfüllte Pavillon des Jugendparlaments. Dort konnten warme Seelen genossen werden bei angenehmer Unterhaltung. Andere wiederum tratschten vor der Hütte des Sportvereins und wärmten sich die Hände mit heißem Glühwein, während kleine Marktbesucher Zuckerwatte, herrlich duftende gebrannte Mandeln und Lebkuchen bevorzugten. So hat sich der Marktbummel für sie gelohnt. Kulinarik boten noch weitere örtliche Vereine an.