Groß war der Andrang beim Wintermarkt in Waldmössingen. Foto: Herzog

Mit dem 36. Wintermarkt in Waldmössingen wurde am Samstag wie landesweit auch in der Gesamtstadt die in einer Woche beginnende Adventszeit eingeläutet.

Der neue Standort wird zunehmend akzeptiert. Aller guten Dinge sind drei, sagt der Volksmund. Gemeint ist damit, dass der dritte Versuch der erfolgreichste ist, nachdem die davor gescheitert sind. Für den Wintermarkt, der nun zum dritten Mal an der Kastellhalle stattfand, trifft dieses Sprichwort teilweise zu. Die ersten beiden Versuche litten noch unter schlechten Wetterverhältnissen.

 

Der 36. Wintermarkt seit der Premiere im Jahr 1989 machte auf jeden Fall seinem Namen alle Ehre. Die Landschaft in ein weißes Tuch gehüllt, strahlte die Sonne vom blauen Himmel und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt waren die Bedingungen für einen Marktbummel ideal.

Über 30 Marktstände

Es kamen auch mehr Marktbeschicker wie in den Vorjahren. So boten über 30 Marktstände eine große Auswahl an liebevoll gestalteten Weihnachtsdekorationen, Geschenkideen, regionale Spezialitäten, Haushaltswaren, Winterkleidung Spielsachen und vieles mehr.

„Versucherle“ gab es bei einem Anbieter aus Baiersbronn mit Speck, geräucherter Wurst und Käse, bevor das Portemonnaie geöffnet und gekauft wurde. Gegenüber roch es nach Kräutern, Tee und Gewürze. Der Händler aus Winterlingen war mit dem Geschäft weniger zufrieden und schob die Kundenzurückhaltung auf die derzeitige wirtschaftliche Situation. Mit dieser Meinung war er nicht allein.

Ein Stück weiter verleitete der Geruch von gebrannten Mandeln, Erdnüssen und Zuckerwatte zum Naschen. Für innere Wärme sorgten neben Glühwein und Punsch Kaffees der mobilen Rösterei der Lebenshilfe.

Heimelige Kuchenbar

Der Wintermarkt war auch eine Adresse für die Politik. Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr weilte ebenso unter den Besuchern wie die künftige Ortsvorsteherin Sibylle Kunz und der amtierende Reiner Ullrich. Ab dem Nachmittag verlagerte sich der Marktbetrieb zunehmend an die Buden und Hütten der sechs teilnehmenden Vereine, die mit warmen Speisen, Heißgetränken und sonstige Leckereien die Besucher verwöhnten.

Eine gute Idee hatte eine Gruppe des Radfahrervereins „Wanderlust“, die das Probelokal des Musikvereins und Akkordeonorchesters in eine heimelige Kaffee- und Kuchenbar umgestalteten. Davon wurde regen Gebrauch gemacht.

Mit Einbruch der Dunkelheit verlieh der Lichterglanz eine festliche Atmosphäre. Während es in den ersten beiden Jahren noch eine Anzahl von Kritikern gegeben hat, die den Standort in der Burg- und Heimbachstraße für besser hielten, so verstummten sie nahezu. Allein schon deshalb, weil die Zufahrt zum Seniorenwohnheim frei bleiben muss und sich der Markt aus der Ortsmitte in Richtung Heiligenbronn verschieben würde.