Andy Witzemann und seine Frau Stephanie kümmern sich gemeinsam mit dem Turnierleiter und Hygienebeauftragten Stephan Merkel um jedes Detail. Foto: Campos

Der Hof von Springreiter Andy Witzemann steht vom 18. bis 30. Mai ganz im Zeichen von hochklassigem Pferdesport. Möglich macht das in Zeiten der Corona-Pandemie ein ausgeklügeltes Hygienekonzept.  

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Die Turnierveranstaltung wurde von der Gemeinde Straßberg, auf deren Gemarkung der Hof von Andy Witzmann steht, im Vorfeld genehmigt. Hygienebeauftragter bei der zweiten Auflage der "Winnerlingen Winners" und den anschließenden "Winterlingen Winners Dressage Days" ist Stephan Merkel. Er sagt: "Wie bei jeder Veranstaltung müssen wir uns an die Corona-Verordnung an sich halten. Bei der ersten Auflage der 'Winterlingen Winners' im Herbst 2020 waren 499 Personen auf dem Gelände erlaubt, davon durften es nur 100 Zuschauer sein. Der Rest hat sich aufgegliedert in Teilnehmer, Betreuer, Offizielle und Helfer." 

Aktuell keine Zuschauer erlaubt

Stephan Merkel erläutert: "Für dieses Jahr gibt es noch keine Zahlen. Momentan sind gar keine Zuschauer erlaubt. Lediglich der Profisport darf stattfinden. In Hinblick auf den Amateursport hoffen wir natürlich, dass sich noch etwas tut bis zum Mai. Dieser Bereich ist uns sehr wichtig."

In geschlossen Bereichen gilt die Maskenpflicht

Grundsätzlich könnte sich der Turnierablauf so darstellen: Jeder der kommt, egal ob Zuschauer oder Teilnehmer, muss ein Formular ausfüllen wegen der Rückverfolgung und das an jedem Turniertag. Die Feuerwehr Straßberg errichtet dafür eine Corona-Station und betreut das Ganze mit Manpower. Überall werden Desinfektionsspender aufgestellt, nicht nur an den Toiletten. In geschlossen Bereichen gilt die Maskenpflicht, verpflichtend sind medizinische Masken, beziehungsweise FFP2-Maske. Springreiter oder Dressurreiter, die ihren Sport gerade ausüben, müssen keine Maske tragen. 

Negativer Schnelltest ist Pflicht

Und Stephan Merkel betont: "Ohne dass wir es momentan müssten, werden wir Schnelltestest einführen. Jeder muss einen negativen Schnelltest vorweisen, ansonsten bekommt er keinen Zugang zum Gelände. Unser Ziel ist es, dass die Turniertage coronafrei stattfinden können. Dafür müssen wir als Veranstalter alles tun, um das zu gewährleisten."

Coronakonforme Veranstaltung

Merkel glaubt, dass das Vorweisen von Schnelltests bei Veranstaltungen verpflichtend werden könnte. Und auch wenn es nur eine Richtlinie bleiben sollte, führt für den Winterlinger Hygienebeauftragten kein Weg daran vorbei: "Uns ist wichtig, dass wir die Veranstaltung coronakonform stattfinden lassen können, weil es ja nicht die einzige Veranstaltung bei uns in diesem Jahr ist. Pfingsten ist der Start, gefolgt von kleineren Turnieren und im September ist noch eine größere Veranstaltung in Planung." Die Spring- und Dressurreiter bekommen die ganzen Coronamaßnahmen aufgelistet mit ihrer Nennung zum Turnier.

Herpesvirus als zusätzliche Herausforderung

Neben dem neuartigen Turnierrahmen in Pandemie-Zeiten treibt den Pferdesport mit dem Herpesvirus ein weiteres Thema um. "Der Herpesvirus ist eine große Herausforderung für den Pferdesport, da es eine hochinfektiöse Krankheit ist", sagt Stephan Merkel. Allerdings sei die Zahl der Ausbrüche in Deutschland nicht deutlich höher als in den Jahren zuvor. "Das Virus ist Ende Februar in Valencia auf einem großen Turnier ausgebrochen, dementsprechend wurden viele Pferde infiziert. Das ist natürlich ein Riesendrama. Alle Turniere wurden erst einmal abgesagt", berichtet Merkel. Eine Impfpflicht gegen das Herpesvirus bei Pferden gebe es bislang jedoch nicht. Das Risiko sei laut Fachleuten und Medizinern genauso hoch, wie in den Vorjahren. Ab April sollen werden nationale Turniere wieder stattfinden können. Somit befinden sich die "Winterlingen Winners" nicht in einer Sonderrolle. 

Für den Pferdesport ist es wichtig, dass Turniere trotz aller Widrigkeiten stattfinden können. "Natürlich ist das auch mit Schwierigkeiten verbunden, wie man es umsetzen kann. Nichtsdestotrotz wird unser Turnier stattfinden, so lange der Profisport erlaubt ist. Wenn die Corona-Lage sich verbessert, dann dürfen auch die Amateure aus der Region starten. Das wäre uns ein Herzensanliegen. Im nächsten Schritt wäre es toll, wenn auch noch Zuschauer kommen dürften. Das wäre der Idealfall", sagt Stephan Merkel abschließend.

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