Bei der Vorbereitung der Ausstellung in der katholischen Pfarrkirche St. Gertrud in Winterlingen (von links): Petra und Harald Fischer, Birgit Windbacher und Gemeindereferentin Elke Gehrling. Foto: Schwarzwälder Bote

Weltgebetstag der Frauen: Elke Gehrling hat mit einem kleinen Team eine Ausstellung vorbereitet

Seit mehr als 100 Jahren wird weltweit, immer am ersten Freitag im März, der Weltgebetstag der Frauen begangen – in diesem Jahr unter komplett anderen Vorzeichen.

Winterlingen. Jedes Jahr steht einen anderes Land im Mittelpunkt am Weltgebetstag der Frauen – diesmal ein nur wenig bekanntes: die Inselrepublik Vanuatu im Südpazifik, östlich von Australien. Zur Vorbereitung des Gebetstags am 5. März hat Elke Gehrling, Gemeindereferentin der katholischen Seelsorgeeinheit Straßberg-Veringen, zusammen mit engagierten Unterstützern in der katholischen Pfarrkirche St. Gertrud in Winterlingen eine Ausstellung aufgebaut. Der Weltgebetstag der Frauen wird freilich ökumenisch begangen, alljährlich am ersten Freitag im März.

Eigentlich ist Vanuatu ein Südseeparadies mit exotischen Fischen, Korallenriffen und Traumstränden, hinter denen artenreiche tropische Regenwälder gedeihen. Allerdings sieht die Kehrseite des Paradieses für die etwa 300 000 überwiegend christlichen Bewohner auf den 83 Inseln anders aus: Vanuatu ist das Land, das am stärksten unter den Folgen des Klimawandels durch den immer stärker steigenden Meeresspiegel zu leiden hat – das Heimatland der Bewohner versinkt buchstäblich im Ozean. Hinzu kommen verheerende Wirbelstürme, die dort immer häufiger auftreten, und die Zerstörungen durch Erdbeben oder durch Vulkanausbrüche.

Ein großes Problem darüber hinaus ist die allgegenwärtige Gewalt gegen Frauen und die daraus resultierende Forderung nach mehr Gerechtigkeit, Frieden und die Respektierung der Rechte von Frauen und Mädchen.

Zum ökumenischen Weltgebetstag haben Christinnen der Republik Vanuatu Texte und Gebete für einen Gottesdienst verfasst, der rund um den Globus, über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg, gefeiert werden soll.

In Vorbereitung zu diesem Gottesdienst, der am 5. März ab 20 Uhr in der katholischen Kirche St. Verena in Straßberg zelebriert wird, hat Gemeindereferentin Elke Gehrling eine Ausstellung konzipiert, die ab sofort täglich von 8 bis 18 Uhr in der katholischen Kirche in Winterlingen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln zu sehen ist.

An acht informativ und zugleich kreativ gestalteten Stationen wird – ausgehend von der problematischen Situation in Vanuatu – die Frage gestellt: "Worauf bauen wir?"

Auf der Suche nach dem "Roten Faden" für das Leben wird nicht nur über dieses Land "am Ende der Welt" – von Deutschland aus gesehen – berichtet, sondern Besucher werden auch mit wesentlichen Fragestellungen für das eigene Leben konfrontiert: "Was ist der ›Rote Faden‹ in meinem Leben?" und "Wer oder was hilft mir, den ›Roten Faden‹ im Leben wieder zu finden?" Im Hinblick auf die gravierenden Folgen des Klimawandels für Vanuatu wird dabei auch der Lebensstil hierzulande hinterfragt.

An einigen der Stationen könnten Besucher auch meditativ ein rotes Fadenstück um den Finger wickeln und mitnehmen, damit die wichtigsten Fragestellungen für ihr eigenes Leben nicht allzu schnell wieder aus dem Blickfeld geraten, erklärt Elke Gehrling. Unterstützung bei der Realisierung der Ausstellung hat sie bei Petra und Harald Fischer, Birgit Windbacher und Bärbel Griesinger gefunden.

Die Organisatoren weisen darauf hin, dass die Veranstaltung zwar "Weltgebetstag der Frauen" heißt, dennoch aber auch Männer – selbstverständlich – sowohl zum Besuch der Ausstellung in Winterlingen als auch zum Gottesdienst am 5. März in Straßberg eingeladen sind.

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