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Winterlingen Trommelwirbel und Nachdenkliches

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Von Judith Fischer Winterlingen-Harthausen. Es ist der vierte Advent. Die katholische Pfarrkirche St. Mauritius in Harthausen ist mit Menschen gefüllt. Das warme Licht der Kerzen, welche die Kirche schmücken, wird in den vielen Goldverzierungen und den goldenen Instrumenten tausendfach gespiegelt. Im Altarraum tummeln sich an die 120 aktive Musikanten und Sänger, eine bemerkenswerte Zahl für die kleine Gemeinde.

Alle zwei Jahre veranstaltet der Musikverein Harthausen ein Benefiz-Konzert, dessen Erlös dem Martin-Pfaff-Gedächtniswerk gespendet wird und so der musikalischen Ausbildung junger Menschen zu gute kommt. Diesmal stellten vier musikalische Ensembles geistliche und weltliche Stücke vor und gaben so einen Querschnitt durch die Harthauser Musiklandschaft.

Den Anfang machte die Gemeinschafts-Jugendkapelle Winterlingen-Harthausen unter der Leitung von Mareike Kasunic. Die beiden modernen englischen Weihnachtslieder kamen mit Schlagzeug und schallender Blasmusik schwungvoll und wundervoll festlich daher. Ruhiger und besinnlicher hielt es der Männergesangsverein Harthausen, der unter der Leitung von Sigmund Traub drei mehrstimmige Lieder vortrug. Die etwa 20 Sänger besangen die Christrose mit lauten, schallenden Stimmen. In ihren bordeauroten Anzügen verbreiteten sie weihnachtliche Stimmung.

Als nächstes war der gemischte Chor "Cum Deo" aus Harthausen an der Reihe. Chorleiterin Theresa Gauggel begleitete die Sänger am Klavier. Die fröhlichen Melodien und christlichen nachdenklichen Texte von Liebe und Hoffnung waren ein echter Hörgenuss. Zu guter Letzt trat dann das imposante, große Orchester des Musikvereins Harthausen auf. Um die etwa 60 Musiker zu überblicken, musste Dirigent Jochen Rieber auf einem hohen Podest stehen. Mit Trommelwirbeln eröffnete das Orchester eine sehr heitere, feierliche, ja fast schon pathetische Jubiläumsouvertüre.

Anschließend spielten die Musiker die Filmmusik aus dem Fantasy-Spielfilm "Dragonheart". Das Stück begann ruhig und endete in einem grandiosen Finale mit prägnanten Fanfaren. Bei dieser Musik sah der Zuhörer die Filmszene deutlich vor sich, wie der Drache sein Leben für die Menschen gibt und in den Himmel zu den Sternen aufsteigt. Die Musikanten wirkten harmonisch zusammen und riefen bei den Besuchern eine Gänsehaut hervor.

So kurz vor Weihnachten durften auch ein paar klassische Weihnachtslieder nicht fehlen. So spielte das Blasorchester einen Ausschnitt aus einem Lied- und Textzyklus. Zwischen den musikalischen Darbietungen regten Texte rund um das Thema Weihnachten zum Nachdenken an über das Verhalten in dieser Zeit, die durch Markt und Konsum geprägt ist. Ist da noch Platz für Besinnlichkeit? Wie kann man sich diesem Trubel entziehen? Und wer kann sich inmitten all dieser Konsumgüter noch über einen klaren Sternenhimmel freuen?

Auch mit weiteren klassischen und modernen Weihnachtsmelodien wie der Filmmusik aus "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", der musikalischen Schlittenfahrt durch das "Winter Wonderland" und der wunderschönen Ballade "Heaven" bescherte das Orchester dem Publikum himmlische Momente.

Das war begeistert und spendete stehende Ovationen. Als Zugabe spielte das Orchester noch "O du fröhliche", und die Zuhörer sangen kräftig mit.

 
 

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