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Winterlingen Roland Heck: Jetzt oder nie

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Winterlingen (key). 20 Jahre sind in der Medientechnik mehr als ein Zeitalter. Da jene im Viktor-Rieber-Saal der Begegnungsstätte, in dem der Gemeinderat tagt, fast ebenso viele auf dem Buckel hat, hatte der Gemeinderat schon im Haushalt 2020 neue Präsentationstechnik eingeplant und dafür 21 500 Euro eingestellt.

Nun sollen also Nägel mit Köpfen gemacht werden: multimedial und digital. Das Rechenzentrum hatte der Gemeinde die Firma "multi media systeme AG" empfohlen, die noch in diesem Jahr liefern und installieren könnte: einen hellen Laser-Beamer für 4500 Euro, eine hochglänzende Breitleinwand für 2000 Euro und Aktivlautsprecher für Videoton für 500 Euro sowie weitere Komponenten für insgesamt 18 548 Euro.

Coronabedingt war die Bestellung schon einmal verschoben worden, und nun würden die bereitgestellten Mittel haushaltsrechtlich verfallen, sollte die Installation 2020 nicht mehr klappen. Und diesbezüglich gibt es noch einen Pferdefuß: Installiert werden soll die Technik für die sonst übliche Sitzordnung mit der Verwaltungsriege an der Außenseite des Viktor-Rieber-Saals, während die Gemeinderäte in U-Form davor Platz nehmen. Um die Mindestabstände einzuhalten, sitzt das Verwaltungsteam allerdings derzeit an der Stirnseite, die Gemeinderäte in Tischreihen ihr gegenüber.

Grüner-Blatt: Lieber erst die Homepage richten

Warum also die ganze Maßnahme nicht nochmals vertagen, bis die ursprüngliche Sitzordnung wieder möglich ist, und das Geld zunächst in die längst überfällige Modernisierung der gemeindeeigenen Internetseite investieren? Mit ihrem Vorschlag stieß Isabelle Grüner-Blatt auf Verständnis, auch bei Hauptamtsleiter Ludwig Maag, doch wies er darauf hin, dass sie ohnehin überarbeitet werden müsse: Das Gesetz fordert barrierefreie Internetseiten von der Gemeinde. Die jetzige barrierefrei zu machen, koste rund 8000 Euro, sie komplett rundzuerneuern 10 000 bis 12 000 Euro – den Zuschlag könne man also noch in Kauf nehmen.

Dem Antrag von Grüner-Blatt, die Entscheidung von der Tagesordnung zu nehmen, schlossen sich am Ende nur drei Gemeinderäte an, und bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung votierte das Gremium für den Auftrag an "multi media systeme AG" aus Waldbachtal. Das Argument dafür sprach Roland Heck aus: "Der Haushalt 2021 wird nicht vergnügungssteuerpflichtig – lasst uns die Maßnahme jetzt abschließen." 21 516 Euro inklusive Umsatzsteuer muss die Gemeinde dafür berappen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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