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Winterlingen Ringtreffen 2021 ist abgesagt

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Das Konfetti wird 2021 nicht in Benzingen fliegen - das Ringtreffen ist abgesagt. (Archivbild) Foto: Jannik Nölke

Winterlingen-Benzingen - Der Narrenrat der Benzinger Narrenzunft Alte Germanen hat das 43. Ringtreffen des Narrenfreundschaftsrings Zollernalb, das im kommenden Jahr in Benzingen stattfinden sollte, aufgrund der ungewissen Lage der Coronapandemie abgesagt.

Am Wochenende des 22. bis 24. Januar 2021 wäre es in Benzingen rund gegangen: Die Narrenzunft Alte Germanen hätte das Ringtreffen des Narrenfreundschaftsrings Zollernalb im kleinen Albdörfchen ausgerichtet. 22 Zünfte aus Städten und Gemeinden im Zollernalbkreis hätten drei Tage lang für eine närrische Zeit gesorgt, deren Höhepunkt ein Umzug durch den Ort am Sonntag gewesen wäre. Doch daraus wird nichts – das Ringtreffen ist abgesagt.

Örtliche Fasnetsveranstaltungen nicht betroffen

Diana Frey, Zunftpräsidentin der Alten Germanen, und Ringpräsident Walter Sieber betonen aber, dass die Absage des Megaevents nicht bedeute, dass die Fasnet in Benzingen und auch im gesamten Zollernalbkreis ebenfalls abgesagt ist: "Die örtliche Haus- und Straßenfasnet ist von der Absage nicht betroffen, es werde jeweils kurzfristig auf die bis dahin geltende Gesetzeslage eingegangen und entsprechend entschieden."

"Fakt ist: Wir wollen Fasnet – aber eben kein großes Ringtreffen 2021", schreiben Sieber und Frey in einer gemeinsamen Pressemitteilung: "Eine Großveranstaltung wie unser Ringtreffen mit mehreren tausend Narren und Besuchern ist hier zweifelsfrei anders zu bewerten."

Die Verantwortlichen möchten mit der Absage zum einen die Bevölkerung schützen und zum anderen verhindern, dass sich bei der Veranstaltung möglicherweise das Coronavirus großflächig im Zollernalbkreis verbreitet.

Vorgaben der Regierung sind zu undurchsichtig

Die Vorgaben, wie eine Veranstaltung dieser Größenordnung durchgeführt werden kann, seien derzeit immer noch recht schwammig. Es sei damit zu rechnen, dass auch Anfang kommenden Jahres weiterhin Schutz- und Hygienemaßnahmen erforderlich sein würden, zu deren Einhaltung sich die Veranstalter kaum in der Lage sähen.

Die Gesundheit zum einen, aber auch die finanziellen Auswirkungen einer solchen Veranstaltung haben die Zunft und den Freundschaftsring zur Stornierung des Ringtreffens bewogen. Die Kosten, die mit der Ausrichtung einer solchen Veranstaltung verbunden sind, bewegen sich im sechsstelligen Bereich: "Allein die Miet- und Betriebskosten für Fest- und Barzelt sind enorm", so Frey und Sieber. Zu erwarten seien zudem aufgrund der aktuellen Lage Sicherheits- und Schutzmaßnahmen wie ein erhöhtes Kontingent an Security-Personal und weitere umfangreiche Hygienemaßnahmen. Die Kosten hierfür seien kaum abschätzbar, dürften aber ebenfalls gut zu Buche schlagen.

Entwicklung der Pandemie ist nicht abschätzbar

Ohnehin sei eine konkrete Planung für das kommende Jahr nicht möglich – die Coronaverordnung ändere sich wöchentlich unter Berücksichtigung der Entwicklung der Pandemie –, und diese sei derzeit kaum abschätzbar. Gleichzeitig hat die Pandemie das Planungsteam in seiner Arbeit um Wochen zurückgeworfen. Da viele Arbeitsschritte und Treffen seit März nicht möglich waren, sind beispielsweise noch immer keine Arbeitsgruppen gebildet.

Die Mitglieder der Zünfte stehen weitestgehend hinter der Entscheidung der Germanenzunft und des Narrenfreundschaftsrings. Schon im Vorfeld hatten einige Mitglieder Bedenken gegen eine Ausrichtung des Treffens geäußert. Da die Gefahr einer Ansteckung auch weiterhin bestehe und jeder Besucher und jeder Narr auch persönliche Konsequenzen aus der Bedrohungslage gezogen habe, sei auch ungewiss, wie gut besucht eine solche Veranstaltung im kommenden Jahr überhaupt wäre.

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Ein Antrag zur Durchführung des Ringtreffens in 2022 in Benzingen ist bereits eingegangen, und so soll der 50. Geburtstag der Alten Germanen dennoch groß gefeiert werden, wenngleich die Zustimmung der Ringzünfte hierzu noch bei der Herbstringversammlung erfolgen muss.

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