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Winterlingen Ray Wilson begeistert seine Fans

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Ray Wilson, Ex-Sänger der Formation "Genesis", begeisterte am Samstag sein Winterlinger Publikum. Bürgermeister Michael Maier dankte ihm mit einem guten Tropfen für seine Band, und herzliche Dankesworte gab's obendrein für das Team der Kleinkunstbühne K3, das hinter den Kulissen fleißig geholfen hat. Foto: Weiger

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Winterlingen - Warum sein "Baby Blue" stets so unendlich traurig war – dieses Geheimnis hat Ray Wilson bei seinem Konzert in Winterlingen für sich behalten. Dennoch war der "Genesis-Classics-Abend" ein riesiger Erfolg.

Der Erfolg des Konzerts mit Klassikern der Gruppe "Genesis" lag nicht nur an dem – für die Veranstalter durchaus erfreulichen – Umstand, dass die Halle ausverkauft war: Der Schotte Ray Wilson, vielen im Publikum bekannt durch seinen ersten Auftritt in der Großgemeinde vor fünf Jahren, erwies sich neuerlich als grandioser Entertainer. Graue Cargohose, lässiges T-Shirt, schwarze Turnschuhe: Wilson selbst, ein Typ von nebenan, agiert auf der Bühne herrlich unaufgeregt und selbstverständlich.

Dabei genießt der 47-Jährige in der Rock- und Popszene durchaus Weltruf, hat in der Londoner Royal Albert Hall gespielt, mit "Genesis" riesige Arenen gefüllt. Wenn er sagt, es schade niemandem, mit sich selbst gelassen umzugehen, glaubt man ihm das aufs Wort.

In Winterlingen haben die Besucher, die bei Welthits wie "In the Air Tonight", "Congo", "No Son of Mine" und "Land of Confusion" Finger schnipsend und klatschend in Jugend-Erinnerungen schwelgen, den Eindruck, der Sänger würde genauso leidenschaftlich für 20 Besucher spielen – und nicht für einige Hundert. Richtig: Für Ray Wilson sind Akustikkonzerte wie am Samstag Erholung pur, das gibt er gerne zu. Zarte Streicherklänge, volltönendes Saxofon und glasklare Gitarrenläufe seines höchst versierten Ensembles statt wummernder Bässe und Mega-Bühnen-Lichtershows: mindestens genauso herrlich für alle Fans handgemachter Livemusik mit Seele.

Das Winterlinger Publikum hat der Ex-Genesis-Frontman demnach sofort im Griff. Zum einen durch seine Stimme – die hatte nach Phil Collins’ Ausstieg bei "Genesis" den verbliebenen Kollegen so gut gefallen, dass sie mit ihm weitermachen wollten und das Album "Calling All Stations" einspielten. Zum anderen besticht der Schotte durch seinen trockenen, selbstironischen Humor, mit dem er sein Programm kommentiert – so zum Beispiel seinen eigenen Song "Goodbye, Baby Blue". Wie er augenzwinkernd verrät, sei eben jenes "Baby Blue" eine seiner Ex-Freundinnen gewesen. Diese sei in dieser Rolle, nun ja, halt nie wirklich glücklich gewesen.

Eines ist jedoch besonders faszinierend – vor allem für all jene, die generell ein Problem mit Cover-Songs haben: Wilson singt "Another Day in Paradise", und natürlich hat man bei diesem Klassiker Phil Collins im Ohr – trotzdem funktioniert der Song mit Ray Wilson bestens. Das mag daran liegen, dass Wilsons Stimmlage der von Phil Collins nicht ganz unähnlich ist. Trotzdem macht der Schotte daraus sein höchst gelungenes, eigenes Ding. Sehr zur Freude der Besucher, die gern anstanden für Autogramme und signierte CDs.

 
 

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