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Winterlingen Oft ist vor dem Ziel Ende Gelände

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Ein Rad- und Spazierweg verläuft zwischen Winterlingen und Benzingen nördlich der Sigmaringer, aber südlich der Heubergstraße. Dort wünschen sich Einwohner ein Warnschild, dass Personen queren, denn den Ortsverbindungsstraße wird oft in hohem Tempo befahren.Grafik: Kleinau Foto: Schwarzwälder Bote

Barrierefreiheit lässt vielerorts zu wünschen übrig. Sie umzusetzen, ist in Benzingen nicht überall möglich, wie in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates deutlich geworden ist.

Winterlingen-Benzingen. Gehwege mit zu hohen Kanten, manchmal zu schmal oder zugeparkt, öffentliche Gebäude, die nicht barrierefrei und deren Toiletten nur über Treppen erreichbar sind, fehlende Behindertenparkplätze – es war eine lange Liste, die in der Bürgerfragestunde des Ortschaftsrates zusammenkam, in der ein Ehepaar aus Benzingen sich zu Wort meldete. Da habe man für viel Geld ein schönes Bürgerbüro im Rathaus Winterlingen eingerichtet, doch für ihren Mann, der auf einen Rollstuhl respektive Rollator angewiesen ist, sei es wegen der Stufen nicht erreichbar, monierte die Benzingerin. Draußen vor dem Rathaus bestehe zwar ein Behindertenparkplatz, "aber wenn er dort parkt, kann er nicht aussteigen", der Platz sei zu eng.

Ein weiterer Punkt seien Rampen – fehlende Rampen. "An der Praxis in der Wilhelmstraße" – das Gebäude hat die Gemeinde saniert und an Ärzte vermietet – "haben wir eine Rampe gebaut", erklärte Maier, während die Zuhörerin darauf hinwies, dass diese zu steil sei: "Fahren Sie mal mit dem Rollstuhl da hoch!", rief sie Maier zu. Der gab zu bedenken, dass es nicht möglich gewesen sei, sie flacher zu machen, denn somit hätte sie länger sein müssen, wofür der Platz nicht ausreiche. Dasselbe gilt laut Ortsvorsteher Ewald Hoffmann für den Eingangsbereich der Ortschaftsverwaltung und des Backhauses Benzingen: Für eine Rampe sei der Platz zu knapp. Hoffmann versprach aber, das Thema aufzunehmen.

Was die Turn- und Festhalle angeht, so konnte Michael Maier positive Signale aussenden: "Wir haben einen Antrag auf Förderung der Sanierung aus dem Ausgleichsstock und dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum gestellt, und da ist dann auch eine barrierefreie Toilette und eine Änderung des Eingangsbereichs drin." Allerdings werde die voraussichtlich 430 000 Euro teure Sanierung nicht morgen möglich sein: "Über Förderanträge wird in der Regel im Frühsommer entschieden, und früher mit dem Umbau anzufangen, ist förderschädlich", so Maier. "2021 passiert also wohl nichts mehr."

Außerdem sei der Übergang über die Straße zwischen Benzingen und Winterlingen vom Radweg her besonders gefährlich, monierte das Paar – dort wünschen sich beide ein Schild mit dem Hinweis, dass Fußgänger und Radfahrer kreuzen.

Die Verkehrsschau war schon angesetzt

Was diesen Punkt angeht, hat Maier freilich ein Problem: "Wir sind nicht zuständig." Dort seien der Zollernalbkreis respektive das Land zuständig, und so könne die Gemeinde nicht einfach ein Schild aufstellen. "Wir können es aber bei der nächsten Verkehrsschau mit aufnehmen", betonte Maier. Eine bereits angesetzte Verkehrsschau sei coronabedingt abgesagt worden. Der Rolli-Nutzer schlug abschließend vor, die Gemeinde solle sich doch mal beraten lassen in Sachen Barrierefreiheit – von einem Betroffenen. "Wer immer Winterlingen da bisher berät, tut es nicht optimal."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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