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Winterlingen Naturerlebnisse auf Abstand

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Trotz coronabedingter Einschränkungen hatten die Bewohner des Camps bei den Lieshöfen viel Spaß an ihrer Ferienfreizeit.Foto: Gauggel Foto: Schwarzwälder Bote

Winterlingen-Harthausen. Bei den Lieshöfen zwischen Harthausen und Veringenstadt steht seit Tagen ein großes Zeltdorf – bewohnt wird es von Kindern und Jugendlichen der evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde Stuttgart-Mitte. Insgesamt 74 im Alter zwischen sieben und 15 Jahren, alle aus Stuttgart und seiner Umgebung, haben in den vergangenen zehn Tagen den Hochsommer auf der Alb genossen. Heute müssen die ihre Zelte abbrechen; die Freizeit ist vorbei.

Die evangelisch-methodistische Kirche veranstaltet seit 2010 alljährlich ihre Jugendfreizeit auf dem Gelände der Familie Sontheim – das Camp, das fast vollständig von Wald umgeben ist, erhält vom benachbarten Pferdehof sowohl Wasser als auch Strom. Wegen der Corona-Pandemie war die Organisation des Zeltlagers in diesem Jahr eine besonders große Herausforderung, berichtet Maximilian Wolf, der zum 25-köpfigen Betreuerteam gehört. Es musste ein umfangreiches Hygienekonzept erstellt werden, dessen Kern die Separierung der Kinder und Jugendlichen in fünf Zelt-Wohngemeinschaften war. Die Mahlzeiten nahm jede Gruppe für sich ein; das Programm war so gestaltet, dass die Gruppen getrennt vonein-ander spielten und jede für sich ihre Wanderungen in die Umgebung unternahm. Kam es zu Begegnungen mit Kindern oder Betreuern außerhalb der eigenen Zelt-WG, musste der Mindestabstand eingehalten werden. Ein weiterer Eckpunkt des Konzepts war, dass das Zeltlager möglichst autark blieb und möglichst wenig Kontakt nach außen hatte.

Langeweilig wurde es trotzdem nie. Die Kinder bauten im Wald Spielhütten und Verstecke bauten und sammelten Brennholz für das große abendliche Lagerfeuer sammelten; es kam schon mal vor, dass eine Gruppe einen ganzen Baumstamm ins Zeltlager schleppte und diesen dann mit Beil und Säge zu Kleinholz verarbeitete. Lieder, Geschichten, Schnitzeljagd, Nachtwanderungen, Theater, Sport und Geländespiele standen ebenfalls auf dem Programm; gute Unterhaltung war jederzeit garantiert und einem Lagerkoller wirkungsvoll vorgebeugt.

Maximilian Wolf hat schon als Kind an den Sommerfreizeiten der evangelisch-methodistischen Kirche teilgenommen. Seit 2007 wirkt er an der Organisation der Feriencamps mit. Inzwischen ist er 29 – und, genau wie die übrigen Betreuer und die Küchenhelfer gerne bereit, einen Teil seines Jahresurlaubs für die freizeit zu opfern.

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