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Winterlingen Nachbauten mit viel Liebe zum Detail

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Leonardo da Vincis Skizzen für eine Art Hubschrauber hat Ulrich Wesner ebenfalls verwirklicht. Foto: Schwarzwälder Bote

In nahezu jedem Zimmer seines Wohnhauses im Brühlweg stehen die kleinen Modelle, die Ulrich Wesner im Laufe der Jahrzehnte gefertigt hat. Am Sonntag, 26. Mai, zeigt er die maßstabsgetreuen Nachbauten erstmals öffentlich im ehemaligen Rathaus in Harthausen.

Winterlingen-Harthausen. Er könnte mittlerweile ein kleines Museum füllen, meint der 74-jährige Ulrich Wesner schmunzelnd, als er seine Modellbauten zeigt. Doch für seine Leidenschaft finde er immer wieder ein freies Plätzchen zu Hause. Eine Auswahl der zahlreichen Modelle zeigt er am Wahlsonntag im Obergeschoss des ehemaligen Rathauses in Harthausen.

Auf die Frage, woher er seine Begabung und Leidenschaft für dieses anspruchsvolle Hobby hat, verweist Wesner auf seinen Großvater mütterlicherseits, der als Orgelbauer in Ulm gearbeitet hat. Dessen Geschick und Können, vor allem aber auch seine Genauigkeit, habe ihn bereits als Kind und Jugendlicher nachhaltig beeindruckt. Schließlich sind diese Fertigkeiten laut Wesner die wichtigsten Voraussetzungen für den Modellbau: Technisches Geschick, Präzision und vor allem Geduld.

Letztere sei besonders entscheidend, denn ein Flugzeug lasse sich nicht einfach "mal so" nachbauen. An manchen maßstabsgetreuen Modellen hat der Rentner vier Jahre und länger gebastelt und getüftelt, bis jedes Detail seine Richtigkeit hatte.

Bei seinem Hobby profitiert Ulrich Wesner von Kenntnissen, die er als selbstständiger Elektromeister und während seiner Bundeswehrzeit als Feldwebel bei den Heeresfliegern erworben hat. An Standorten in ganz Deutschland sammelte Wesner als Flugzeugausrüstungsmeister Detailwissen über den Aufbau von Fliegern. Vielleicht kommt auch daher sein großes Interesse an der Geschichte der Technik im Schiffs- und Flugzeugbau.

Außerdem interessiert sich Ulrich Wesner für historische Katapulte und Geschütze von der Antike bis zum Mittelalter, von denen er etliche als Modelle bei der Ausstellung am Wahlsonntag zeigen wird. Auch mit dem Nachbau historischer Bauwerke ist er vertraut. Besonders stolz ist er auf sein Modell der Windmühle Greetsiel bei Emden, der Heimatregion seiner Frau. Das Innenleben der Mühle ist funktionstüchtig und zeigt das Leben und die Arbeit der Müller in historischen Mühlen.

Sein Hobby beansprucht mittlerweile mehrere Montageräume in seinem Zuhause. Je nach technischer Anforderung, Material oder Modellart wechselt er zwischen den Räumen und findet überall das erforderliche Werkzeug.

Nach Skizzen von Leonardo da Vinci

Bei der Ausstellung zeigt der 74-Jährige 15 Modelle, darunter zwei, die er nach Skizzen des genialen Leonardo da Vinci gebaut hat – ein Katapult aus der Renaissance sowie das Modell eines Hubschraubers, den sich da Vinci 1485 vorgestellt hat. Außerdem wird er den Nachbau eines antiken Galeerenschiffes und Galeonen spanischer und französischer Bauart zeigen. Einen Bezug zu seinem Heimatort hat er mit dem Modell des Starfighters F 104-G geschaffen. Für diesen Kampfjet plante die Nato Anfang der 1970er-Jahre auf der Hochfläche zwischen Harthausen und Neufra einen Flugplatz zu bauen, der aber über das Planungsstadium nicht hinauskam. Dieses Düsenjet- Modell wechselt nach der Ausstellung als Dauerleihgabe ins Harthauser Heimatmuseum im Untergeschoss des Rathauses.

Bei der eintrittsfreien Ausstellung am Wahlsonntag, 26. Mai, wird Ulrich Wesner vor Ort sein und für Fragen zur Verfügung stehen. Die Ausstellung seiner Modellbauten

ist von 10 bis 12 Uhr und von 13. bis 17 Uhr geöffnet.

Ihre Redaktion vor Ort Albstadt

Karina Eyrich

Fax: 07431 9364-51

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