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Winterlingen Kurzarbeit hilft auch einer Gemeinde

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Bodo Erath, Winterlingens Kämmerer, hat spitz gerechnet und ermittelt, wie es um die Gemeindefinanzen steht. Foto: Eyrich Foto: Schwarzwälder Bote

Winterlingen. Wie viel die Coronavirus-Pandemie die Gemeinde Winterlingen am Ende tatsächlich kosten wird, hängt noch von vielen Faktoren ab, unter anderem von Hilfspaketen des Bundes. Einen ersten Zwischenbericht hat Kämmerer Bodo Erath den Gemeinderäten in ihrer jüngsten Sitzung erstattet und dargelegt, wie viele Einnahmen der Gemeinde bisher in jedem Monat entgangen sind.

Und so sieht die rechnung aus: An Vergnügungssteuer fehlten 4000 Euro, an Hallenbadentgelten rund 3000 Euro, an Kindergartenbeiträgen der Eltern in Benzingen 2800 und im Steigleweg 8900 Euro. Im katholischen Kindergarten Harthausen beträgt der Anteil der Gemeinde, der nun fehlt, 3000 Euro und in der Kita Friedrichstraße 14 000 Euro. Wie die Zahlen nach der Abrechnung der Beiträge für die Notbetreuung aussehen wird, steht freilich noch nicht fest. Die Notfallbetreuung besuchen im Steigleweg neun, in der Kita 18, in Winterlingen 19 und in Benzingen keine Kinder. Da in den Kindergärten inzwischen ein eingeschränkter Regelbetrieb erlaubt ist, wenn auch nur mit der Hälfte an belegten Plätzen, könne die Gemeinde den Bedarf wieder komplett abdecken, erklärte Maier auf Anfrage. "Wir können alle Kinder betreuen, deren die Eltern das möchten."

Einen Schluck Wasser musste Bodo Erath freilich in den Wein gießen und zwar mit Blick auf die Kindergärten mit geteilter Trägerschaft, also in Harthausen und der Friedrichstraße: "Wenn sich die anderen Träger nicht an den Einnahmeausfällen beteiligen sollten, bleiben sie in Gänze an uns hängen." In die Zwischensummer der monatlichen Ausfälle, die Erath auf 38 230 Euro bezifferte, fallen außerdem die Einnahmen für Betreuung in der verlässlichen und der erweiterten verlässlichen Grundschule: insgesamt 2530 Euro im Monat.

Das Freibad ist noch nicht geöffnet, wodurch der Gemeinde ab Juni monatlich rund 5000 Euro entgehen werden. Hinzu kommen 8500 Euro an zusätzlichen Ausgaben, etwa für Arbeits- und Gesundheitsschutz. Nach der Mai-Steuerschätzung fallen 9,2 Prozent respektive 413 000 Euro Einkommenssteueranteil weg, mit dem die Gemeinde im Haushaltsplan gerechnet hatte, desgleichen 35 000 Euro Familienleistungsausgleich.

Gewerbesteuereinbuße trifft die Gemeinde hart

Zum Ausgleich hat die Gemeinde bisher 84 398 Euro vom Land an Kompensationszahlung erhalten. Für Mai sind es weitere 45 076 Euro. Außerdem hat die Gemeinde, was nicht nur Firmen möglich ist, Kurzarbeit angemeldet und damit ihre Ausgaben verringert.

Ein harter Schlag sind die Einbußen bei der Gewerbesteuer. Laut Bodo Erath haben die Firmen in der Großgemeinde bislang ihre Vorauszahlungen um 650 000 Euro reduziert. Von den zu Jahresbeginn geplanten 1,7 Millionen Euro an Gewerbesteuereinnahmen hat Erath sich bereits verabschiedet, wie er deutlich machte. Stand jetzt geht er von 1,1 Millionen Euro aus. "Liquiditätsprobleme haben wir zum Glück keine", resümierte der Kämmerer, "und wir können unsere Investitionen wie geplant umsetzen." Dass die von Bund und Land in Aussicht gestellten Mittel für die Kommunen fließen wie angekündigt, glaubt Bodo Erath allerdings erst, "wenn ich sie in der Hand halte".

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