Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Winterlingen Kampfhunde werden richtig teuer

Von
Wer in Winterlingen einen Hund hält, muss künftig etwas tiefer in die Tasche greifen.Foto: © foto Maria Sbytova - stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Winterlingen. "Lenkungsfunktion" lautet das Zauberwort: Dass die Gemeinde Hundesteuer erhebt, hat auch damit zu tun. 84 Euro für den ersten, 168 Euro für jeden weiteren Hund müssen Hundebesitzer, die in Winterlingen gemeldet sind, ab 2021 voraussichtlich jährlich bezahlen. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, der Verwaltung den Auftrag für das Überarbeiten der Hundesteuersatzung zu erteilen und dann über die geänderte Satzung nochmals abzustimmen. Erhalten soll sie auch einen Steuersatz von 1500 Euro pro Jahr für Kampfhunde und gefährliche Hunde. Gemeinderat Roland Single war der Verwaltungsvorschlag von 500 Euro nicht hoch genug gewesen, und sein Antrag fand eine knappe Mehrheit.

Zwei Kampfhunde gibt es in Winterlingen derzeit. Einen Kangal, der nicht als Kampfhund gilt – ein solcher hatte im Juni 2017 eine 72-Jährige in Frohnstetten tödlich verletzt –, gibt es in Winterlingen nicht, nachdem der einzige Halter ihn freiwillig abgegeben hatte, dafür aber 411 andere Hunde. 40 davon sind Zweit- oder Dritthunde. 23 Hunde sind von der Steuer befreit.

Letzteres ist möglich bei Tieren, die der Hilfe blinder, tauber oder sonst hilfsbedürftiger Personen dienen, für Rettungshunde mit entsprechender Prüfung, Hunde, die Gebäude bewachen, bei denen es nötig ist – etwa auf abgelegenen Bauernhöfen –, Hunde von Forstbediensteten, Jägern mit entsprechenden Prüfungen oder Wildtierschützern, sowie Hunde, die dem Schutz von Epileptikern oder Diabetikern dienen.

Bisher hatten alle anderen Hundebesitzer 72 Euro für den Ersthund, 144 für jeden weiteren bezahlt, was der Gemeinde rund 30 000 Euro im Jahr einbringt. 5000 Euro mehr im Jahr bringt die Änderung der Sätze, wobei Bürgermeister Michael Maier darauf hinwies, dass die Hundesteuer nicht der Geldbeschaffung für die Gemeinde diene, sondern eine Lenkungsfunktion habe.

Das Ordnungsamt der Gemeindeverwaltung hatte angeregt, auch eine Steuerermäßigung für Hundehalter mit Hundeführerschein, Begleithundeprüfung oder Gebrauchshundeprüfung einzuführen. Laut Maier kostet die Ausbildung und Prüfung zum Erlangen einer solchen Berechtigung 90 bis 150 Euro, so dass sich die Investition nach zwei Jahren bereits amortisiert hätte.

Artikel bewerten
2
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.