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Osterweg: Arbeitskreis Kinder und Familie erinnert mit sechs Stationen in Harthausen an den Weg Jesu / Gebete zum Mitnehmen

Sechs Szenen der Ostergeschichte sind noch bis einschließlich Ostermontag in Harthausen aufgebaut und laden zu einem Osterspaziergang ein.

Sechs Szenen der Ostergeschichte sind noch bis einschließlich Ostermontag in Harthausen aufgebaut und laden zu einem Osterspaziergang ein.

Winterlingen-Harthausen. Schon zum zweiten Mal finden coronabedingt zu Ostern in Harthausen keine Gottesdienste statt. Das hat den "Arbeitskreis Kinder und Familie" in der katholischen Pfarrei auf die Idee gebracht, sowohl die Leidensgeschichte Jesu Christi als auch die Osterbotschaft – vor allem, aber nicht nur – für Kinder und Familien erlebbar zu machen.

In Anlehnung an die biblische Leidensgeschichte Jesu und seine Auferstehung vom Tod haben die Aktiven mit Figuren und kreativen Installationen sechs Stationen im Ort geschaffen, die Besucher auf einem ausgeschilderten Weg bei einem Osterspaziergang nacheinander aufsuchen können. An jeder Station ist durch Knopfdruck aus dem CD-Spieler die dazu passende biblische Erzählung in kindgerechter Sprache zu hören. "Wir möchten mit der Aktion eine Möglichkeit bieten, das Geschehen der Karwoche und das Osterfest für Kinder und Familien mit allen Sinnen erfahrbar zu machen", erklärt die Sprecherin des Arbeitskreises, Sabrina Otto.

Der Osterweg beginnt mit dem Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag auf dem Vorplatz der Kirche St. Mauritius, auf dem einige der Figuren Palmzweige tragen. In einer Box liegen weitere grüne Buchsbaumzweige, die Besucher auf den Weg Jesu streuen können. Weiter geht’s im Vorgarten des ehemaligen Pfarrhauses, wo ein gedeckter Tisch mit Brot, einem goldenen Kelch und Krüge an des letzte Abendmahl Jesu mit seinen Aposteln am Abend vor seiner Hinrichtung erinnert. Eine Straße weiter, in einem Garten am Höfleweg, ist die Angst Jesu im Garten Gethsemane bei seiner Festnahme inszeniert. Dort finden Besucher auch eine Auswahl dazu passender Gebete, die sie mitnehmen dürfen.

An der Hauptstraße steht die Station, an der Jesus von Pontius Pilatus zum Tod am Kreuz verurteilt und auf den leidvollen Kreuzweg geschickt wird. Sehr beeindruckend ist die Kreuzigungsszene in der 14- Nothelfer-Kapelle dargestellt: Ein großes Kreuz haben die Arbeitskreis-Mitglieder dazu mit Kerzen und Blumenschmuck vor den Altar gestellt und erinnern an das qualvolle Leiden und Sterben Jesu am Karfreitag.

Das Osterlicht und ein Heft warten an der letzten Station

Das leere Grab mit der freudigen Osterbotschaft steht im Mittelpunkt der letzten Station, vor der Aussegnungshalle auf dem Friedhof etwas außerhalb der Ortschaft. "Wohl an keinem anderen Ort als auf einem Friedhof haben die frohe Botschaft von der Auferstehung Jesu und der Glaube an das ewige Leben bei Gott eine größere Bedeutung", erklärt Sabrina Otto. Wer will, darf dort für eine Spende das bunte Osterlicht mit den christlichen Ostersymbolen sowie ein bebildertes Kreuzwegheft für Kinder mitnehmen.

Ab Ostersonntag besteht an dieser Station zudem die Möglichkeit, die Kerzen am Licht des Osterfeuers zu entzünden, das nach der Osternachtsfeier aus Straßberg nach Harthausen gebracht wird. Am Oststerweg haben neben Sabrina Otto auch Diana Pfaff, Andrea Bach, Manuela Businger, Kathrin Metzger und Beate Endriß mitgearbeitet. Er ist bis einschließlich Ostermontag jeweils von 10 bis 18 Uhr täglich aufgebaut, wobei auf die Abstands- und Hygieneregeln zu achten ist. Außerdem muss in der Kapelle eine Schutzmaske getragen werden.

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