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Winterlingen Corona teilt – und spart dabei Stress

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Carolin Praster hat im Gemeinderat über die Verlässliche Grundschule berichtet.Foto: Eyrich Foto: Schwarzwälder Bote

Die Zusammenarbeit der Gemeinde Winterlingen mit dem Haus Nazareth, dessen Mitarbeiter an den Grundschulen Harthausen und Winterlingen die Verlässliche Grundschule betreuen, wird verlängert – Carolin Prasters Jahresbericht sprach dafür.

Winterlingen. Warum den Vertrag zur Betreuung im Rahmen der Verlässlichen Grundschule (VG), der erweiterten Verlässlichen Grundschule (eVG) und der Betreuung über das Mittagsband an der Grundschule Winterlingen sowie zur Betreuung im Rahmen der Verlässlichen Grundschule in Harthausen auslaufen lassen? Mit dem Schuljahresende wäre es so weit, doch die Gemeinde Winterlingen hat nicht das geringste Interesse daran, wie die jüngste Gemeinderatssitzung zeigte, in der Carolin Praster vom Haus Nazareth ihren Jahresbericht vorlegte und Matthias Gayer, Rektor der Grundschule, Fragen der Räte beantwortete. Er und seine Harthausener Kollegin sind mit der Zusammenarbeit mit dem Erzbischöflichen Kinderheim sehr zufrieden und wollen sie fortsetzen.

Das Team ist da – sogar an vielen Ferientagen

Doch auch im derzeit vierten Jahr der Zusammenarbeit gibt es immer wieder Veränderungen – die Coronavirus-Pandemie hat die wohl einschneidendsten mit sich gebracht. Praster berichtete freilich über das dritte Jahr, in dem zehn Kinder in der eVG von 7 bis 7.30 Uhr betreut wurden – in diesem Schuljahr sind es elf, im Januar kommen zwei weitere hinzu. Mittags wurden die Kinder montags bis donnerstags von 11.50 bis 16.30 Uhr, freitags von 11.50 bis 13 Uhr betreut und besuchten dienstags bis donnerstags bis 15.45 die Mittagsschule oder Arbeitsgemeinschaften. Weil die eVG nur an 30 Werktagen pro Schuljahr geschlossen ist, werden die Kinder an den meisten Schulferientagen ebenfalls betreut.

Die VG haben im Schuljahr 2019/20 elf Kinder in Winterlingen besucht, zum jüngsten Schuljahresbeginn waren zehn Kinder angemeldet – eine Zahl, die erfahrungsgemäß noch steigen wird.

In Harthausen, wo die VG Räume mit Tischkicker, zum Basteln und zum Bauen mit Spielsteinen sowie eine kleine Teeküche neben der Grundschule hat, werden die Kinder täglich von 7 bis 7.45 Uhr und von 11.15 respektive 12 bis 13 Uhr betreut. Dort ist die Zahl der Kinder zwar seit dem Beginn im Mai 2019 rückläufig, liegt aber immer noch über 15.

Nicht weniger als 60 Kinder haben im vorigen Schuljahr das Mittagessen samt Ganztagsbetreuung in Anspruch genommen – im Schuljahr 2018/19 waren es 64 gewesen, im September 2020 nurmehr 49. Grund für den Rückgang ist laut Carolin Praster, dass die erste Klasse nur noch ein- statt wie zuvor zweizügig ist, und nach wie vor brächten sich Kinder ein Mittagessen von zu Hause mit – das in der Schule koste aktuell 3,80 Euro. Beschwerden über "nicht kindgerechtes" oder nicht gesundes Mittagessen hätten rund zehn Prozent der Eltern geäußert. "Süßes Essen mögen die Kinder nicht", erklärte die Sozialarbeiterin. "Mit Abstand" essen müssten die Kinder nicht mehr – zunächst sei es aber so gewesen.

Durchmischen ist nicht erlaubt

Überhaupt: Corona. Zeitnah nach dem Lockdown am 17. März sind laut Carolin Praster Notfallbetreuungen für Schüler eingerichtet worden – in Winterlingen startete das Team der gemeinwesenorientierten Jugendhilfe am 22. April mit dem Angebot für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, in den Zeiten der VG und der eVG – vormittags seien die Lehrer der Grundschule Winterlingen im Einsatz gewesen. Zunächst waren es fünf, im Lauf der Zeit 15 Kinder. Weil bis zu den Sommerferien keine AGs – genau dort hätten sich Kinder mehrerer Klassen gemischt – stattfinden durften, blieb den Kindern mehr Zeit zum Mittagessen, was alle als sehr angenehm empfunden hätten.

Eltern in Kurzarbeit seien nicht mehr auf die Betreuung angewiesen, einige Eltern hätten auch gemeinsam Lösungen gefunden. Weil in Harthausen der Unterricht für die Klassen eins und zwei seit diesem Schuljahr um 8 Uhr beginnt, für die Klassen drei und vier um 7.45 Uhr, bleiben die Kinder entsprechend länger in der VG oder eVG. Der Schulhof, die Räume für Betreuung und die Mensa wurden in Zonen respektive Räume aufgeteilt und auch die Essenszeiten divergieren.

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