Sanierungsbedürftig: Die Gemeinde Winterlingen will in den kommenden Jahren an die 1,1 Millionen Euro in die Juhe- und die Hauptstraße in Harthausen investieren.Foto: Gauggel Foto: Schwarzwälder Bote

Haushaltsplan: Sanierung von Haupt- und Juhestraße in Harthausen wird teuer

Winterlingen-Harthausen. Auf einen Winterlinger Gemeindehaushalt 2021 mit negativem Vorzeichen haben Bürgermeister Michael Maier und Gemeindekämmerer Bodo Erath den Harthauser Ortschaftsrat in dessen jüngster Sitzung eingestimmt. Die Gemeinde sei jedoch liquide und werde das Defizit gut verkraften, versicherte der Kämmerer – zumal 2022 ein Ausgleich zu erwarten sei.

Die Vertreter der Gemeindeverwaltung – auch Bauamtsleiter Frank Maier war mit von der Partie – präsentierten die wichtigsten Kennzahlen des Haushaltsplanentwurf, unter besonderer Würdigung der für Harthausen vorgesehenen Investitionen. Für die Erschließung des neuen Baugebiets "Erweiterung Hägnau" sind 560 000 Euro eingestellt, für die verbleibenden Arbeitsschritte der Hallensanierung 200 000 Euro. Das Heimatmuseum der Gemeinde – es ist im ehemaligen Rathaus untergebracht – soll mehr Ausstellungsfläche erhalten; zu diesem Zweck wird das Dachgeschoss ausgebaut – Kostenpunkt 20 000 Euro. Für die Sanierung der 14- Nothelfer-Kapelle werden 2021 150 000 Euro und 2022 noch einmal 53 000 Euro bereitgestellt, für den möglichen Kauf des katholischen Kindergartens, dessen Übernahme die Gemeinde ins Auge fasst, 200 000 Euro. Die Digitalisierung der Harthauser Grundschule schlägt mit 28 000 Euro zu Buche, das Ballfangnetz des Sportplatzes mit 8000 Euro. Die Verfügungsmittel belaufen sich auch in diesem Jahr auf 6000 Euro.

Auf der Harthauser Wunschliste steht aber noch ein wichtiger Rechnungsposten: Seit Jahren warten etliche innerörtliche Straßen auf ihre Sanierung, allen voran Haupt- und Juhestraße sowie der Raingasse. Über den Zustand der Wasserleitungen und Kanäle unter ihrem Asphalt soll in diesem Jahr eine Kanalbefahrung Aufschluss geben; dabei seien "unangenehme Überraschungen" leider nicht auszuschließen, erklärte der Bauamtsleiter.

In der Raingasse will man es fürs Erste bei Verkehrssicherungsmaßnamen belassen, doch die Sanierung der Hauptstraße, die von der Ortsmitte nach Westen verläuft und in der Juhestraße ihre Fortsetzung findet, soll möglichst noch diesem Jahr in Angriff genommen werden. Planungsarbeiten, Vermessung und Grunderwerb sind im Haushaltsplan 2021 mit 30 000 Euro berücksichtigt; in den drei Folgejahren werden Investitionen von 350 000 Euro pro Jahr fällig – nur für diese beiden Straßen. Der Ortschaftsrat stimmte der Beschlussempfehlung an den Gemeinderat nach intensiver Debatte einstimmig zu.

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