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Winterlingen Abrechnung nach Zeit

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Coronabedingt ist zwischen März und Juni nur ein Teil der Kindergartenkinder betreut worden.Foto: Stratenschulte Foto: Schwarzwälder Bote

Winterlingen (bmü). Große Probleme hatten manche Eltern, als coronabedingt bundesweit die Kindergärten und Kindertagesstätten zwischen 19. März und Ende Juni geschlossen hatten. Seit dem 29. Juni werden nun wieder alle Kinder betreut – unter Sicherheitsvorkehrungen.

Um die Eltern zu entlasten und Familien nicht für nicht erbrachte Leistungen zur Kasse zu bitten, hat die Gemeinde Winterlingen die Kindergartenbeiträge seit April nicht eingezogen. Die Gemeinderäte haben nun befürwortet, die regulären Kindergartenentgelte für April, Mai und Juni zu erlassen, ebenso wie die Kosten für die Verlässliche und die Erweiterte Verlässliche Grundschule.

Während der Schließung wurde für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, alleinerziehend sind oder Präsenzpflicht am Arbeitsplatz haben, eine Notbetreuung angeboten. Ab 18. Mai bestand die Möglichkeit, die Betreuung durch reduzierten Regelbetrieb auszuweiten. Dieser erlaubte es, die Hälfte der Betreuungskapazität der Einrichtung zu nutzen. Dafür wurde ein entsprechendes Konzept erarbeitet.

Die Gemeinderäte beschlossen, dass die Notbetreuung in den Kindergärten auf Stundenbasis der für das jeweilige Kind geltenden monatlichen Beiträge abgerechnet wird.

Der Elternanteil pro Stunde liegt laut Bürgermeister Michael Maier im Centbereich. Zudem werden den Eltern bei der Verlässlichen Grundschule nur jene Stunden in Rechnung gestellt, in denen das Kind tatsächlich betreut wurde. Um das zu berechnen, haben die Erzieherinnen stundengenau Protokoll über die Anwesenheit der Kinder in der Notbetreuung geführt.

Überdies befürworteten die Gemeinderäte, dass ab dem 1. Juli die bisher geltenden regulären Kindergartenbeiträge und die Elternbeiträge für die Verlässliche Grundschule wieder erhoben werden.

Ab dem kommenden Kindergartenjahr 2020/22 müssen Eltern etwas mehr für die Betreuung ihrer Kinder bezahlen. Die Gemeinderäte folgten der Empfehlung der kommunalen und kirchlichen Spitzenverbände und erhöhten die Kindergartengebühren um 1,9 Prozent. "Das ist eine moderate Geschichte", kommentierte Bürgermeister Michael Maier. Benzingens Ortsvorsteher Ewald Hoffmann sieht das allerdings anders. Er wurde bereits von Eltern darauf angesprochen, dass die Gebühren allmählich recht hoch seien.

Dem hatte der Bürgermeister eine Rechnung entgegenzuhalten: Die monatlichen Elternbeiträge deckten nur etwa zwölf Prozent der tatsächlichen Betreuungskosten – empfohlen werden 20 Prozent. Die Mehrkosten schultert die Gemeinde. Zudem zeigte der Bürgermeister, dass es kaum eine günstigere Betreuungsmöglichkeit gebe als die kommunalen und kirchlichen Kindergärten: So kostete eine Betreuungsstunde für Kinder über drei Jahren im abgelaufenen Kindergartenjahr zwischen 17 und 98 Cent bei einem Betreuungsumfang von 30 Stunden in der Woche – die Elternbeiträge richten sich nach Anzahl der Kinder pro Familie. So fällt bei einer Betreuung von Kleinkindern unter drei Jahren mit einem monatlichen Umfang von 80 Stunden für die Eltern lediglich eine Gebühr von 25 Cent bis 1,46 Euro an.

Maximal 2,67 Euro pro Monat mehr als im Vorjahr

Die Abrechnung der Kindergartenentgelte richtet sich zum einen nach dem Betreuungsumfang, zum anderen nach dem Alter des Kindes und der Anzahl der Kinder in einer Familie. So zahlen Eltern ab dem kommenden Kindergartenjahr für die Betreuung eines Kindes über drei Jahren für 40 Wochenstunden zwischen 26,67 und 158,67 Euro – das sind maximal 2,67 Euro mehr als im Vorjahr. Ähnlich verhält es sich bei anderen Betreuungsformen.

Vor den Sommerferien wurden im Kindergarten in Benzingen insgesamt 28 Kinder betreut und im Kindergarten Steigleweg 78 Kinder, darunter acht Krippenkinder.

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