Freuen sich auf den "Wintergarten" (von links): Veranstaltungsleiterin Corinna Gerlach, Lukas Gauss, stellvertretender Geschäftsführer des Vereins Freudenstadt-Marketing, und Carolin Moersch, stellvertretende Tourismusdirektorin. Foto: Ortmann

Die Alternative zum abgesagten Weihnachtsmarkt ist gefunden: Vom 9. bis zum 18. Dezember wird der Kurgarten in Freudenstadt zum "Wintergarten". Der Markt mit 16 Ständen sei keine Notlösung, sondern ein eigenständiges Konzept, betonen die Organisatoren.

Freudenstadt - Der Weihnachtsmarkt in Freudenstadt ist längst abgesagt, der Horber Advent mit 46 Ständen fest geplant. Und doch will Carolin Moersch, stellvertretende Tourismusdirektorin, keinen Vergleich ziehen: "Es ist ein Unterschied, ob man nur ein Wochenende lang etwas macht oder zehn Tage", stellt sie klar. Ein weiterer Faktor: Der Marktplatz in Freudenstadt, ob seiner Größe "Fluch und Segen zugleich". Für einen kleinen Markt ungeeignet; für einen großen Markt haben sich nicht genug Beschicker gemeldet.

Die Organisatoren haben sich daher auf die Suche nach einer Alternative gemacht: "Als der Weihnachtsmarkt – meiner Meinung nach völlig zurecht – abgesagt wurde, haben wir schnell an einer Lösung gearbeitet", sagt Moersch. Dabei ist die Idee des "Wintergartens" entstanden. Das neue Angebot soll mehr als nur ein Weihnachtsmarkt in abgespeckter Form sein. "Es ist ein Konzept für sich", betont Moersch.

Der Veranstaltungszeitraum bleibt unverändert. Ansonsten ist im Vergleich zum "klassischen" Weihnachtsmarkt, der zuletzt 2019 stattfand, vieles anders. Mit seinen 16 Ständen werde der "Wintergarten" klein und kuschelig, sagt Veranstaltungsleiterin Corinna Gerlach. Gemütliche Weihnachtsdorf-Atmosphäre im Kurgarten statt einem großen Spektakel auf dem Marktplatz soll die Besucher erwarten. Der Name ist eine Anlehnung an die Veranstaltungsreihe "Kulturgarten", die im Sommer stattfindet.

Zehn Kunsthandwerker und vier Gastronomen haben die Veranstalter für den Markt gewinnen können. Einen weiteren Stand stellt die Freudenstadt Tourismus; eine Vereinswechselhütte komplettiert das Angebot. Diese kann von Vereinen kostenfrei genutzt werden. Kapellen, Bands und DJs aus der Region sollen für Unterhaltung sorgen. Geöffnet ist der Markt montags bis donnerstags von 15 bis 20 Uhr, freitags von 15 bis 22 Uhr, samstags von 12 bis 22 Uhr und sonntags von 12 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Konzept soll auch in Zukunft weiterverfolgt werden

Stolz und sichtlich erleichtert präsentieren die Veranstalter das neue Angebot; immer wieder betonen sie, dass der "Wintergarten" keine Notlösung sei, was die Frage aufwirft, ob der "klassische" Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz nun Geschichte ist. Festlegen möchten sich die Organisatoren nicht. Klar ist: Das Konzept "Wintergarten" soll auch in den kommenden Jahren unabhängig davon weiterverfolgt werden.