Räumfahrzeuge sind in Schramberg je nach Wetterlage bereits ab 3 Uhr morgens im Einsatz. (Archivbild) Foto: Wegner

Wenn Schnee und Eis die Straßen in Schramberg bedecken, läuft beim städtischen Winterdienst ein eingespieltes System.

Wenn in Schramberg Schnee und Eis die Straßen bedecken, läuft beim städtischen Winterdienst ein klar geregeltes System. Insgesamt 31 Mitarbeitende stehen im Bedarfsfall bereit, um die Straßen der Stadt sicher befahrbar zu halten. „Bei vollem Einsatz in allen Kategorien sind 31 Personen unterwegs“, erklärt Konrad Ginter, Abteilungsleiter Tiefbau im Fachbereich Umwelt und Technik.

 

Gearbeitet wird nicht jeden Tag von allen Kräften gleichzeitig. „Bei großer Rufbereitschaft wird im zweitägigen Wechsel gearbeitet“, so Ginter. Die Einsätze können früh beginnen: ab 3 Uhr morgens sind Räumfahrzeuge unterwegs, spätestens bis 22 Uhr wird gearbeitet – abhängig von der Wetterlage. Grundlage für die Arbeit bildet der städtische Räum- und Streuplan, der alle Straßen in eins bis drei Kategorien einteilt. „Sowohl die Häufigkeit als auch die Abläufe sind darin geregelt“, sagt Ginter. Gleichzeitig bleibt der Plan flexibel: „Je nach Wetterlage können sich Touren auch ändern, um eine optimale Route abzufahren.“

Bekannte Problemstellen

Einige Abschnitte erfordern besonders viel Aufmerksamkeit. Dazu zählen vor allem die Steilstrecken sowie die Bundesstraße. „Diese Bereiche werden aufgrund ihrer Verkehrswichtigkeit besonders beobachtet“, sagt er. Die Problemstellen seien allen gut bekannt: „Wir reagieren dort bereits rechtzeitig, so dass möglichst wenig Probleme auftreten.“

Für die Gehwege gelten die Regeln der Streupflichtsatzung. „Hier sind in aller Regel die hinterliegende Grundstückseigentümer verantwortlich“, betont Konrad Ginter. Wie intensiv geräumt werden muss, ergibt sich ebenfalls aus der Satzung. Für die Schulhöfe wiederum sei klar geregelt: „Dafür sind die jeweiligen Hausmeister zuständig.“

Beim Streumaterial setzt die Stadt auf eine Kombination: Festsalz mit Solezusatz sowie Splitt auf Gehwegen und Übergängen. „Diese Mittel beschaffen wir beim Großhandel. Sie werden per Tanklastzug oder Lkw angeliefert und in Silos gelagert“, erläutert Ginter. Die Sole werde vor Ort frisch gemischt.