Die gute Arbeit des Winterdienstes in Furtwangen würdigt Bürgermeister Josef Herdner. Foto: Alexanderuhrin – stock.adobe.com

Der Räumdienst ist immer wieder schon frühmorgens im Einsatz, um im Winter auf der Straße für Sicherheit zu sorgen. Doch allen recht machen kann er es offensichtlich nicht.

Furtwangen - Erneut meldet sich Reiner Langenbach-Zidar mit einem Schreiben bei unserer Redaktion zu Wort, in dem er Vorwürfe gegenüber einem Mitarbeiter des Räumdienstes im Bereich des Geschwister-Scholl-Weges erhebt. Langenbach-Zidar meint, der Fahrer mauere parkende Fahrzeuge, Einfahrten und Eingänge "absichtlich meterhoch mit von der Straße geräumtem Schnee, Eis und Matsch" regelrecht zu. Ältere Bürger seien dann gezwungen, zum Beispiel ihre schweren Mülleimer zur Leerung über diese nicht mehr geräumte und zuvor genutzte Wendeplatte bei der neuapostolischen Kirche bis zum Geschwister-Scholl-Weg zu schleppen. Ebenso beeinträchtigt seien die Gottesdienstbesucher dort und auch die Lieferanten mit Lastwagen, ganz zu schweigen von Rettungsfahrzeugen bis hin zur Feuerwehr.

"Räumdienst gibt sich große Mühe"

"Da wird nicht absichtlich mit Schnee zugeräumt", widerspricht Bürgermeister Josef Herdner auf Anfrage unserer Redaktion. Ganz im Gegenteil gebe sich der Räumdienst dort große Mühe, lagere den Schnee nicht auf der Wendeplatte bei der Kirche, sondern fahre ihn vor zur Kreuzung mit der Ilbenstraße. Die Wendeplatte sei also weiterhin nutzbar. Im Übrigen sei es ganz normal, dass beim Bahnen rechts und links ein wenige Schnee herausfalle.

Herdner weiß von anderen Leuten in diesem Bereich, die sehr zufrieden seien mit dem Winterdienst und die ihm gegenüber meinten, der Schneebahner räume "perfekt".

Auch viele "Fremdräumer" im Einsatz

Natürlich gebe es jeden Winter immer wieder mal Beschwerden wegen des Räumdienstes in der Gesamtstadt. Es werde geschaut, ob die Kritik berechtigt sei. Der "massiv überwiegende" Teil der Bevölkerung in Furtwangen sei aber "sehr zufrieden". Er höre immer wieder, dass der Räumdienst in Furtwangen gelobt wird, gerade von Auswärtigen, die einen Vergleich hätten.

Um dem Arbeitsaufwand bei Schneefall gerecht zu werden, sind nicht nur die Technischen Dienste im Einsatz, sondern gibt es im Bereich Furtwangen mit seinen Ortsteilen auch viele "Fremd­räumer", so Herdner, die im Auftrag der Stadt Winterdienst leisten. Er, als Bürgermeister, fahre hin und wieder auch mit dem Räumdienst, um einen besseren Einblick in deren Arbeit zu erhalten. So sei er im vergangenen Jahr mit einem Fahrer um 4 Uhr auf Tour gegangen. "Es ist vielen nicht bewusst, was da für eine Arbeit dahinter steckt", würdigt er die Leistung des Winterdienstes. "Das ist zum Teil Schwerstarbeit." Oftmals müsse der Schneebahner zehn Zentimeter an Autos vorbeifahren. Gerade in Wohngebieten, wo Autos am Straßenrand parkten, seien die Anforderungen "sehr hoch". Außerdem werde der Schnee "nicht wild abgefahren", sondern sehr durchdacht zusammengeschoben und in eine Ecke gebracht, würdigt Herdner die Vorgehensweise.

Derzeit hält sich das Schneeaufkommen in Grenzen. "Das, was jetzt gekommen ist, ist nicht die Welt. Vor Weihnachten war es schwieriger, da hatten wir mehr Schnee." Aber der Winter ist ja noch nicht zu Ende.