Eine Glättemeldeanlage ist an der B 27 nahe Schömberg im Fuchsloch installiert. Foto: Hauser

Der Winter ist zurück im Zollernalbkreis. Der erste Schnee ist in den Höhenlagen gefallen. Die Mitarbeiter der Straßenmeistereien des Landratsamts sind vorbereitet.

Zollernalbkreis - Rund 630 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen müssen vom Zollernalbkreis von Schnee und Eis befreit werden.

Ab 3 Uhr morgens im Einsatz

Dafür sind die Mitarbeitenden der Straßenmeistereien ab 3 Uhr mit bis zu 21 Fahrzeugen im Einsatz. Die Streusalzlager sind mit 5400 Tonnen Auftausalz und etwa 220 Tonnen Salzlösung gefüllt. Jedes Jahr werden durchschnittlich 7500 Tonnen Auftausalz verbraucht. "Je nach Winter müssen wir ein bis zwei Mal unsere Lager wieder auffüllen", berichtet der Leiter des Straßenbauamts, Helmut Renz.

Glättemeldeanlage im Fuchsloch

Um die Straßen sicherer zu machen und den Streusalzeinsatz zu optimieren, kommt bei den Straßenmeistereien moderne Technik zum Einsatz. Eisige Temperaturen bedeuten nicht immer rutschige Fahrbahnen. Um den Überblick zu behalten, setzt der Kreis auf Glättemeldeanlagen. Eine davon ist an der B 27 nahe Schömberg im Fuchsloch installiert.

Sensoren für Restsalzmenge und Wasserfilmdicke

Die Anlagen verfügen über Sensoren, die Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur, Fahrbahntemperatur, die Restsalzmenge und die Wasserfilmdicke auf der Fahrbahn sowie den Niederschlag registrieren. Mit diesen Daten wird der für die Glätte verantwortliche Taupunkt errechnet, und die Anlage gibt der Winterdiensteinsatzleitung ein Signal, wenn die Tendenz in Richtung Glättebildung geht.

Zusätzlich ein Kamerabild

Zusätzlich steht dem Einsatzleiter ein Kamerabild zur Verfügung. "Damit kann der Straßenzustand visuell beurteilt und der Winterdiensteinsatz koordiniert werden", sagt Renz. Zugriff auf die Daten haben die Einsatzleiter in den Straßenmeistereien Balingen und Lautlingen sowie die Straßenmeistereien aus den Nachbarlandkreisen.