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Winter-Olympiade Athleten wagen Sprung ins Ungewisse

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Mit großen Hoffnungen, aber teils auch gemischten Gefühlen reisen im Februar die besten Athleten in eine Region, die bisher keinerlei Tradition im Wintersport kennt. Ob in Pyeongchang ein echtes Olympia-Feeling aufkommen kann, scheint fraglich.

Zum zweiten Mal nach Seoul bei Sommerspielen 1988 trifft sich die Sportwelt zu Olympischen Spielen in Südkorea. Nach zwei gescheiterten Bewerbungen 2010 und 2014 empfängt die bislang eher verschlafene Bergregion Pyeongchang nur 80 Kilometer entfernt von der Grenze zu Nordkorea die besten Winter-Athleten der Welt. Aber was erwartet die knapp 3000 Akteure aus fast 100 Nationen vom 9. bis 25. Februar 2018 in Südkorea?

Kurze Wege

Schon die Evaluierungskommission unter der Leitung von IOC-Mitglied Gunilla Lindberg attestierte Pyeongchang ein sehr kompaktes Sportstättenkonzept. Die Skisportler können "Spiele der kurzen Wege" genießen. Nur wenige hundert Meter sind im Mountain Cluster beispielsweise das Skistadion, die Schanzen, die Biathlon-Arena und Bob- sowie Rodelbahn im Alpensia-Zentrum voneinander entfernt.

Wenig Zuschauer

Die Atmosphäre wird vermutlich nicht so sein, wie es Athleten von zurückliegenden Spielen kennen. Wintersport hat keine großen Traditionen in Südkorea. Die Veranstalter haben sich dennoch das stolze Ziel von mehr als einer Million verkauften Tickets gesetzt. Bis zum November waren noch nicht einmal 400.000 Eintrittskarten an den Mann gebracht. Ende Dezember sollen nach Angaben des Organisationskomitees POCOG 655.000 Tickets einen Abnehmer gefunden haben – damit waren 61 Prozent der Karten verkauft. In den verbleibenden Wochen hofften die Organisationen, die Stimmung mit dem Fackellauf durch das Land noch einmal anheizen zu können. Um Lücken auf den Olympia-Tribünen zu vermeiden, werden die Veranstalter sehr preisgünstige Tickets an Schulen, Organisationen und einheimische Unternehmen abgeben, das wurde bereits im Vorfeld bekannt.

Politische Hemmnisse

Lange Zeit war das Land wegen des Korruptionsskandals um eine Vertraute der inzwischen entmachteten Staatspräsidentin Park Geun Hye wie gelähmt. "Das hat den Boom schon beeinträchtigt", räumte der Generalsekretär des Organisations-Komitees POCOG, Yeo Hyung Koo, ein. Zudem beunruhigten die nordkoreanischen Atom- und Raketentests nicht nur die einheimische Bevölkerung. Kein Wunder also, dass die Südkoreaner selbst skeptisch nach Pyeongchang blickten. Zuletzt folgte jedoch der Paukenschlag: Nordkoreanische Athleten nehmen an den Spielen teil – und das Eishockey-Team der Frauen tritt gemischt an. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, lobte das: Es gebe den Athleten ein Gefühl von Sicherheit.

Olympiapark

Hier wird es vermutlich den größten Andrang geben, wenn die einheimische Shorttracker in der Ice Arena ihre größten Goldchancen ausspielen wollen. Jede Veranstaltung wird ausverkauft sein, weil der Kurzbahn-Eissprint als einzige Wintersportart eine Tradition im Lande besitzt. Auch alle Eishockeyspiele, Eiskunstlauf und Curling werden im Coastal Cluster der rund 200 000 Einwohner zählenden Küstenstadt Gangneung ausgetragen, die etwa eine halbe Fahrstunde vom Alpensia-Zentrum entfernt ist. Für die Eissportler gibt es in Gangneung ein eigenständiges Olympisches Dorf.

Fünfeck

Eine ungewöhnliche, fünfeckige Form inmitten der Bergregion hat das Olympiastadion mit 35 000 Zuschauerplätzen. Die Arena für Eröffnungs- und Abschlussfeier wurde erst im Herbst 2017 als letzte der neu gebauten olympischen Sportstätten fertiggestellt. Nach den Spielen wird das Pentagon allerdings direkt wieder zur Baustelle: Der komplette Oberrang der temporären Anlage soll wieder abgerissen werden. Im verbleibenden Stadion soll danach ein örtliches Eishockey-Team seine Heimspielstätte bekommen, das umliegende Gelände hingegen wird wohl einem Museum oder einer Freizeiteinrichtung weichen und damit für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht.

Express-Zug

Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke ist Pyeongchang seit Dezember 2017 in einer guten Stunde Zugfahrt von Seoul aus erreichbar. Auf der modernisierten Autobahn benötigt man knapp drei Stunden von der West- an die Ostküste des Landes. Einen Flughafen hat die Olympia-Region nicht, die meisten ausländischen Gäste landen in Incheon vor den Toren Seouls.

 
 

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