Der „Winter-Move“ (Wintermarkt) des Vereinsrings Sulgen wird am Dienstag, 30. Dezember, mit 16 Vereinen in seine zweite Auflage starten – vier mehr als bei der Premiere vor einem Jahr.
Obwohl die überaus erfolgreiche Rückkehr des Sulgener Weihnachtsmarkts am 30. Dezember 2024 schon kurz danach nach einer Wiederholung schrie, war spätestens bei der Hauptversammlung des Vereinsrings (VR) Sulgen klar: Den „Winter-Move“ als Nachfolgeprojekt für den 2005 letztmals stattgefundenen Weihnachtsmarkt wird es auch in diesem Jahr wieder im Bereich des Kirchplatzes geben.
Nach dem Restart mit einem Dutzend Vereine gab es durchweg positive Rückmeldungen. Für die Teilnahme an einer zweiten Auflage setzte der Vereinsring eine Frist bis zum 30. Juni. Bis dahin hatten 16 Vereine und Gruppierungen, sowie drei Gewerbetreibende, ihr Interesse verbindlich bekundet, wie VR-Vorsitzender Tobias Pfundstein bei einem Termin im Hartplatzcafé des SV Sulgen bekanntgab. Vier weitere Anfragen hätten abgelehnt werden müssen, da sie verspätet eingegangen waren.
Vier Neulinge
Neu dabei sein werden der Tennisclub Schramberg, THW Schramberg, Berghexen, Schorenhexen und die Mosterei Günter.
Rückblickend erinnerte Pfundstein an die Entstehung des Wintermarkts anstelle eines Weihnachtsmarkts durch „Wolfis letzte Fahrt“ einen Tag vor Silvester 2023. Der große Erfolg sei in erster Linie dem guten Wetter geschuldet gewesen. Aus der Sulgener Bevölkerung habe er großes Interesse festgestellt, viel positives Feedback erhalten und es sei zu keinerlei Zwischenfällen durch „problematische Gäste“ gekommen.
Zeitweise hätten allerdings beengte Verhältnisse geherrscht, die verbessert werden müssten und wozu es Vorschläge gebe. So sei unter anderem geplant, auf dem Vorplatz der alten Kirche vier Hütten aufzustellen. „Ich dämpfe die Erwartungen der Vereine, dass der Besuch wieder so zahlreich sein wird. In erster Linie hängt dieser vom Wetter ab“, wog der VR-Chef ab.
Standgebühren steigen
Da der ausrichtende Vereinsring mit der Bereitstellung eines mobilen Toilettenwagens, einkalkulierten Schadensregelungen der Infrastruktur und für Werbemaßnahmen höhere Kosten haben wird, werden die Standgebühren von 100 auf 150 Euro angehoben. Dies wird von den Vereinsvertretern mitgetragen. Um weitere Mehrkosten zu vermeiden, müssen die Vereine ihren Müll erneut selbst entsorgen und in einer Drei-Stunden-Schicht einen Spüldienst übernehmen. „Dies hat im vergangenen Jahr sehr gut geklappt“, lobte Pfundstein die Vereine.
Bauhof und Ringer helfen
Unterstützung beim Aufbau der Holzhütten am 29. Dezember und Abbau am 31. Dezember erhält der Vereinsring durch den Bauhof und den Athletenverein. Für das leibliche Wohl werden die Vereine mit reichlich Kulinarik sorgen und die „Bittlose“ haben sich wie einen lustigen Beitrag ausgedacht. Der Musikverein und der katholische Kirchenchor Sul werden am Nachmittag und früh abends mit weihnachtlichen Weisen zur Atmosphäre beitragen.
Kirchenchor-Dirigent Philipp Finkbeiner bietet mit zwei weiteren Studienkollegen ein einstündiges Orgelkonzert in der alten St. Laurentiuskirche von 13 bis 14 Uhr an. Zudem wird der Förderverein Alte St. Laurentiuskirche die Pforten zu seiner Krippenausstellung für eine Besichtigung öffnen.