Diverse Unfälle und Verkehrsbehinderungen gab es am Wochenende im Kreis Freudenstadt. (Symbolfoto) Foto: trendobjects - stock.adobe.com

Unfälle, Verkehrsbehinderungen und andere Zwischenfälle beschäftigten die Einsatzkräfte, das große Chaos blieb jedoch aus: Die Bilanz zum Winterwochenende im Kreis Freudenstadt.

Das Foto, das die Feuerwehr Baiersbronn an der Unfallstelle aufgenommen hat, lässt Schlimmes erahnen: Ein Auto liegt kopfüber im Graben neben der Bundesstraße 462.

 

Der 33-jährige Fahrer war am Samstag nach Angaben einer Polizeisprecherin von Heselbach in Richtung Röt unterwegs, als er gegen 21.30 Uhr – vermutlich aufgrund von Schneeglätte – alleinbeteiligt nach links von der Fahrbahn abkam. Das Auto überschlug sich und kam erst im angrenzenden Graben zum Stillstand, aus dem es geborgen werden musste. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 20 000 Euro.

Die Feuerwehr Baiersbronn, der eine eingeklemmte Person gemeldet wurde, musste den Fahrer nicht aus dem Auto befreien; der 33-Jährige wurde bei dem Unfall lediglich leicht verletzt, wie die Polizei auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt.

Das Auto landete im Graben.
Das Auto landete bei Baiersbronn im Graben. Foto: Feuerwehr Baiersbronn

Der Unfall passt damit ins Bild eines Wochenendes, an dem es durch das Winterwetter und Sturmtief „Elli“ im Kreis Freudenstadt vielerorts zu Unfällen und Verkehrsbehinderungen kam, die aber glimpflich ausgingen. Entsprechend fällt auch die Bilanz des Polizeipräsidiums Pforzheim aus: Es habe erwartungsgemäß wetterbedingte Unfälle und Störungen gegeben. „Damit haben wir gerechnet und waren darauf vorbereitet.“

Eine nicht abschließende Auswertung, die die Polizei auf Anfrage unserer Redaktion erstellt hat, ergab ein Dutzend Vorfälle, für die nach derzeitigem Erkenntnisstand das Wetter ursächlich war – darunter keine mit Schwerverletzten.

Querstehende Lastwagen Stattdessen die bei Winterwetter nicht ungewöhnlichen Verkehrsbehinderungen auf Hauptstraßen durch querstehende Lastwagen, wie es sie etwa Samstagfrüh auf B 294, B 32 und B 28 gab.

Unfälle Lediglich zu einem Unfall in Alpirsbach am Samstag gegen 15.30 Uhr meldet der Sprecher eine weitere leicht verletzte Person. Bei allen anderen Unfällen blieb es bei einem Sachschaden: So etwa, als am Freitag gegen 21.15 Uhr ein Auto in Freudenstadt auf einen schneebedeckten Stein fuhr, ein Schneepflug gegen 12.10 Uhr am Samstag an einem geparkten Fahrzeug hängenblieb und am Samstag gegen 23.30 Uhr ein Auto in Dornstetten von der Fahrbahn abkam.

Umgestürzte Bäume Auch umgestürzte Bäume, die auf der Fahrbahn landeten, beschäftigten die Einsatzkräfte: Der Polizeisprecher berichtet von Fällen in Seewald am Samstag gegen 17.40 Uhr und in Dornstetten am Sonntag gegen 14.10 Uhr. Wie die Feuerwehr Loßburg berichtet, wurde auch deren Abteilung Wittendorf am Sonntag gegen 8.30 Uhr zu einem umgestürzten Baum alarmiert.

Das Winterwetter erreichte auch Horb mit Wucht und forderte die Feuerwehr zu Einsätzen. Kurz nach 10 Uhr am Samstag wurde die Abteilung Dettingen zu einer blockierten Verbindungsstraße alarmiert. Auch dort lag ein umgestürzter Baum quer über der Fahrbahn. In den Abendstunden folgte ein weiterer Einsatz für die Abteilung Dießener Tal. Dort war die Krone eines Baumes abgebrochen und hatte die Straße blockiert.

Umgestürzte Bäume auf der Fahrbahn beschäftigten die Einsatzkräfte nicht nur in Horb-Dettingen. Foto: Feuerwehr Horb am Neckar

Ansonsten blieb das Wochenende trotz der schwierigen Wetterlage nicht nur für die Feuerwehr Horb vergleichsweise ruhig: „Außer zwei kleineren Einsätzen am Sonntag, die nichts mit dem Wetter zu tun hatten, kam nichts mehr dazu“, erklärte Jan Straub, Sprecher der Feuerwehrabteilung Horb.

Stromausfall In Baiersbronn sorgte das Winterwetter indes dafür, dass einige Haushalte über mehrere Stunden ohne Strom blieben: Am Samstagabend kam es in den Ortsteilen Röt, Klostereichenbach, Huzenbach, Schwarzenberg und Schönmünzach ab 17.56 Uhr zu einem Stromausfall. Das teilt die Netze BW auf Anfrage unserer Redaktion mit.

„Ursache waren Äste, die aufgrund von Wetterereignissen in eine Mittelspannungsfreileitung gefallen sind.“ Der Entstördienst der Netze BW habe in Zusammenarbeit mit der Leitstelle die Versorgung schrittweise wieder herstellen können.

Etwa die Hälfte der betroffenen Haushalte habe ab 19.41 Uhr wieder Strom gehabt, während andere sich noch bis 21.24 Uhr gedulden mussten.