Die Gemeinde Baiersbronn nimmt Stellung zur Situation im „Horrorhaus“ und appelliert dabei direkt an die Bewohner.
Die Gemeinde Baiersbronn informiert in einer Pressemitteilung über die aktuelle Lage in der Problemimmobilie in Klosterreichenbach, in der es wiederholt Schwierigkeiten bei der Beheizung und Versorgung der Bewohner gegeben hat.
Die Gemeinde stellt klar, dass sie nicht Eigentümerin des Gebäudes ist und nicht in die Eigentumsverhältnisse eingebunden ist. Um eine unmittelbare Gefahr durch Kälte abzuwenden, habe die Gemeindeverwaltung dennoch eine begrenzte Menge Heizöl bereitgestellt und eine provisorische Inbetriebnahme der Heizungsanlage veranlasst. Diese Leistungen erfolgten ausschließlich im Rahmen der akuten Gefahrenabwehr, heißt es weiter.
Die fehlende oder unzureichende Heizmöglichkeit könne, insbesondere bei gleichzeitiger Überlastung oder Ausfall der Stromversorgung, dazu führen, dass das Gebäude in den Wintermonaten unbewohnbar wird. Dann droht, trotz formal bestehendem Wohnsitz, die Obdachlosigkeit.
Gemeinde appelliert an die Bewohner
Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Gemeinde den Bewohnern dringend, sich umgehend und selbstständig um alternative Unterbringungsmöglichkeiten zu bemühen. Die derzeitige Situation sei nur kurzfristig überbrückbar.
Für die dauerhafte Beheizbarkeit seien grundsätzlich die Eigentümer verantwortlich. Kosten, die der Gemeinde durch den pflichtwidrigen Zustand entstehen, werden geltend gemacht.
„Unser vorrangiges Ziel ist der Schutz der Menschen im Gebäude. Gleichzeitig müssen wir die rechtlichen Zuständigkeiten beachten und mit allen Beteiligten an einer tragfähigen Lösung arbeiten“, betont Bürgermeister Michael Ruf.