Nagold steuert auf die nächste Eiszeit zu. Ganz bewusst und voller Vorfreude. Denn diese Art von Eiszeit hat viele Fans. Zwei Tage vor der Eröffnung der Eisbahn Nagold herrscht auf dem Longwyplatz emsiges Treiben. Der Aufbau schreitet zügig voran.
Wer in diesen Tagen vor der Eröffnung der Eisbahn Nagold über den Longwyplatz läuft, trifft auf geballte Geschäftigkeit. Der erste Eindruck: Was für ein Chaos! Doch in diesem Fall zählt der zweite Eindruck. Und der macht deutlich: Hier weiß wirklich jeder ganz genau, was er tut.
An erster Stelle natürlich Christoph Römmler. Der Chef der Agentur Karo-Events ist auch der oberste Hüter des Nagolder Eises. Und er packt selbst kräftig mit an. In diesem Moment sitzt er in einem Stapler und düst mit schwerer Ladung über den Longwyplatz. Ein breites Lächeln in seinem Gesicht, verrät die Vorfreude.
„Das sieht nach Chaos aus, doch das Chaos lichtet sich immer mehr“, sagt er bei einem kurzen Päuschen gut gelaunt aus dem Stapler heraus und blickt auf das wuselige Treiben um ihn herum. Wichtig für ihn: „Jeder weiß hier ganz genau, wo er anzupacken hat.“ Römmler spricht von der Routine, mit der die Eisbahn in Nagold mittlerweile aufgebaut wird. „Das passt alles.“
„Das erste Eis ist schon drauf“
Schon jetzt ist auch gut zu erkennen, wie das Eisbahn-Areal am Donnerstag zur Eröffnung aussehen wird. Klar, da ist in erster Linie die Eisbahn selbst. Hier steht schon alles, und selbst die Lichterketten leuchten bereits, zudem sind auch schon zahlreiche Bäume an den Ecken zur Verschönerung angebracht. Dieser Bereich ist am Dienstagmittag der ruhigste. Denn nur die Eisbahn selbst ist noch kräftig am Schaffen – und lässt das Eis wachsen. „Das erste Eis ist da schon drauf“, freut sich Römmler über die ersten Millimeter des Nagolder Eises. „Das kann jetzt bis Donnerstag in Ruhe weiterwachsen. Dann haben wir ein schönes Eis!“
Auch die Hütten und Pavillons für die Kasse, den Schlittschuhverleih und natürlich für das kleine Weihnachtsdorf stehen schon. In und vor ihnen wird kräftig gewerkelt, geputzt, verziert, geschmückt und geschleppt. Hier ist der Aufbau in vollen Zügen. Direkt gegenüber steht die Bühne fertig aufgebaut. Jeden Abend erklingt auf ihr zwischen 18 und 20 Uhr Live-Musik. Auch das ist ein Markenzeichen der Nagolder Eisbahn – im Bereich des Weihnachtsdorfes gibt es zu all den Leckerein ein täglich wechselndes Live-Musik-Programm.
Neben der Bühne steht ein kleines Wäldchen – das wird aber nicht so stehenbleiben. Hier legen die Männer des Bauhofs Hand an, platzieren die unzähligen Christbäume in Holzständern, und bauen diese dann auf. Der Weg von der City zur Eisbahn hin wird wieder mit den Bäumen gesäumt. Das ist jedes Jahr ein stimmungsvoller Eindruck, wenn es dann durch den kleinen Waldweg zum Weihnachtsdorf und zu der Eisbahn geht.
Geöffnet bis zum 6. Januar
Die 320 Quadratmeter große Bahn öffnet am Donnerstag, 28. November, um 14 Uhr ihre Pforten. Am Abend ist dann auch eine offizielle Eröffnung geplant. Dazu sind zudem die vielen Sponsoren eingeladen – Unternehmen der Region, ohne die ein Angebot wie die Eisbahn nie zu verwirklichen wäre. Und dann ist bis zum 6. Januar täglich von 14 bis 20 Uhr die Eisbahn geöffnet, an den Wochenenden und den Ferientagen sogar bereits ab 11 Uhr. Die Bewirtung im Weihnachtsdörfle geht eine Stunde länger.
Tickets für die Eisbahn sind nur vor Ort erhältlich. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zahlen 5 Euro/ermäßigt 3 Euro, Erwachsene 6 Euro/ermäßigt 4 Euro, es gibt auch vergünstigte Zehnerkarten. Die ermäßigten Preise gelten für Schulen und Vereine ab zehn Personen. Schlittschuhe und Lernpinguine können gegen eine Gebühr ausgeliehen werden.