Laura Beck organisiert den Lauf für Wildberg entlang der malerischen Strecke an der Nagold. (Archivbild) Foto: Jansen

Vom Kloster Wildberg bis zur Pfrondorfer Mühle führt die Route des diesjährigen „Wings for life“-Charitylaufs. Was es zu wissen gibt und wofür das Geld eingesetzt werden soll.

Ein Unfall, eine Krankheit wie Multiple Sklerose – wenn die Nervenbahnen im Rückenmark verletzt sind, leidet die Mobilität. Für die Laufen, die es nicht mehr können – das ist das Motto des „Wings for Life“-Runs. Das dritte Mal ist auch Wildberg beim weltweiten Charity-Lauf am Muttertag – Sonntag, 10. Mai – mit am Start.

 

Die „offizielle“ Strecke in Wildberg startet am Kloster und geht bis zur Pfrondorfer Mühle, entlang am Waldrand und der Nagold auf der anderen Seite. Begleitet werden die Läufer von einer App. Und wann ist es genug? Die Teilnehmer bekommen einen Vorsprung, dann startet das Catcher-Car, also das Fänger-Auto. Bei den zentralen Läufen, zum Beispiel in München, ist das ein echtes Auto. Für alle anderen ist das Auto virtuell dabei, über die App. Langsam wird es schneller – und wer von ihm überholt wird, ist im Ziel.

Sportler aus Gültlingen stark am Start

In den vergangenen zwei Jahren, die Laura Beck den Lauf in Wildberg nun schon organisiert, hatten immer 20 bis 30 Personen teilgenommen. Manch einer ist auf den Geschmack gekommen – zum Beispiel war vergangenes Jahr die E-Jugend des SV Gültlingen stark vertreten. Auch in diesem Jahr sind wieder einige Vertreter vom Verein am Start.

„Gemeinsam Sport zu treiben in einer Gruppe mit Gleichgesinnten ist auch unser Angebot beim SVG. Mit der Teilnahme am „Wings for life“ Lauf erlebt man soziales Engagement und hilft Menschen, die darauf angewiesen sind. Somit passt das Event exakt zu unserer Philosophie beim SVG. Go Running!“ sagt Silke Ilmberger, Pressesprecherin des SV.

Und Trainer Felix Weinhardt meint: „Die Kinder der E-Jugend entwickelten beim letztjährigen Lauf einen starken Ehrgeiz und wollten so lange wie möglich vor dem virtuellen Catcher Car davonrennen. Auch wenn sie in dem Alter noch nicht so viel von der Rückenmarksforschung verstehen, ist es nie zu früh die Jugendlichen auf ihre soziale Verantwortung für andere einzustellen. Wir hatten großen Spaß und werden auch dieses Jahr wieder dabei sein.“

25 Euro Startgebühr kostet die Teilnahme. Die fließt in die Forschung zur Heilung von Lähmungen. Auf der Website der Aktion sind Projekte verzeichnet, die etwa erforschen, wie Entzündungen beeinflusst werden können, die Nerven zerstören und so Lähmungen hervorrufen. Da sind Projekte dabei, die sich mit dem Immunsystem beschäftigen und wie bereits geschädigtes Rückenmark und die Nerven dort repariert werden können.

Erstmals hat die weltweite Aktion das Motto unter „Run, roll or walk“ gestellt, freut sich Beck. Damit werde noch einmal deutlich: Hier müssen keine Marathonläufer ran. Jeder kann so schnell und so weit laufen, wie er oder sie kann. Spazierengehen, joggen oder rennen – jeder wie er mag und kann. Rollatoren und Rollstühle sind ebenso willkommen, nur Fahrrad und Roller sind nicht erlaubt. Praktisch dabei: Der Weg ist recht flach und gut asphaltiert.

Wer läuft, bekommt auch ein glänzendes Andenken

Und in diesem Jahr ist eine Sache neu: Das erste Mal gibt es Medaillen. „Das sind sehr schöne Erinnerungsmitbringsel!“ erklärt Organisatorin Laura Beck. Auch stellt sie die Verpflegung beim Lauf: Getränke, Energie-Riegel, Obst.

Erstmals gibt’s für alle Teilnehmer eine offizielle „Wings-for-life“-Medaille. Foto: Jansen

Los geht es offiziell um 13 Uhr – ab dann läuft die Zeit. Beck ist bereits ab etwa 12 Uhr am Kloster und empfiehlt auch Teilnehmern, sich etwas früher einzufinden. Ein Technik-Check, damit die App auch wirklich läuft, entspannt den Lauf. Und: „Aufwärmen ist wichtig“, erklärt die passionierte Läuferin.

Weltweit werden 360 000 Läufer erwartet. Im vergangenen Jahr konnten so rund 8,6 Millionen Euro für die Forschung an Spenden gesammelt werden.