Laura Beck läuft seit drei Jahren beim „World for Life World Run“ mit. Nun holt sie das Event nach Wildberg. Foto: Menzler

Der sogenannte „Wings for Life World Run“ ist ein Spendenlauf, der seit 2014 weltweit zur gleichen Zeit stattfindet. Dabei werden Spenden gesammelt, um nach einer Heilung für Querschnittsgelähmte zu forschen. Eine der rund 35 Strecken startet zum ersten Mal am Sonntag, 5. Mai, 13 Uhr am Wildberger Kloster.

Laufen für die, die selbst nicht laufen können: Das ist das Motto des „Wings for Life World Runs“, der seit zehn Jahren weltweit im Mai stattfindet. Bei dem Lauf geht es darum, Spenden für die Rückenmarkforschung zu sammeln. Genauer gesagt, für eine mögliche Heilung von Querschnittsgelähmten. Seit drei Jahren läuft die Gültlingerin Laura Beck im Mai mit. Bisher allerdings immer alleine. Sie tut dabei nicht nur etwas Gutes, sagt sie, sondern kann den Lauf auch als Zwischenetappe für ihr Marathon-Training nutzen.

 

Als ihr allerdings im vergangenen Jahr ein paar Läufer im Gärtringer Wald begegnet sind, die ebenfalls das „World for Life“-Trikot anhatten, ging ihr das Herz auf. „Das war so schön zu merken, dass auch andere für den guten Zweck laufen“, erzählt sie im Gespräch mit unserer Redaktion.

Von München und Stuttgart nach Wildberg

Man spürt direkt, wie sehr der Lauf ihr am Herzen liegt. Nach der Begegnung entschied sie sich, dass ein gemeinsamer Lauf doch etwas Schönes wäre. Doch die bestehenden Strecken, beispielsweise in München oder Stuttgart, waren ihr etwas zu weit entfernt.

Kurzfristig entschied sie sich dazu, den „World for Life World Run“ nach Wildberg zu holen. „In der Natur zu laufen ist einfach unbezahlbar“, betont sie mit einem Lächeln im Gesicht. „Außerdem sind wir ja auch die Schäfer‚lauf‘stadt.“ Die 46-Jährige entschied sich dazu, den Nagoldtal-Radweg als Laufstrecke auszuschreiben.

Jeder Kilometer zählt am Ende

Denn das Besondere an dem Lauf: Jeder kann mitmachen. Und der Radweg eigne sich auch für Rollstuhlfahrer. Es sei nicht wichtig, wie schnell man ist. Sondern, dass man einfach mitgeht. Denn zum einen werden die 25 Euro, die die Teilnahme kostet, zu 100 Prozent gespendet. Zum anderen bringt jeder gelaufene Kilometer weitere Spendengelder, die von Sponsoren des Laufs kommen. Man muss also keinen Marathon laufen sein, um etwas Gutes zu tun. Der Lauf startet in Deutschland um 13 Uhr.

Laura Beck trifft sich mit allen Angemeldeten oder Interessierten um 12.30 Uhr am Wohnmobilstellplatz am Wildberger Kloster. Von dort geht es den Nagoldtal-Radweg entlang bis zur Pfrondorfer Mühle. Die rund 5,5 Kilometer lange Strecke kann aber jeder Läufer sich selbst so einteilen, wie er möchte. Ob er die Strecke nur einmal, hin und her oder auch einfach weiter Richtung Nagold läuft, ist dabei egal.  Eine Anmeldung ist in der App „Wings for Life World Run“ bis Sonntag, 5. Mai, 10 Uhr möglich.

Keine Ziellinie vorhanden

Bei dem Spendenlauf gibt es keine richtige Ziellinie. Stattdessen startet eine halbe Stunde später das sogenannte „Catcher Car“. Dieses fährt den Läufern hinterher und überholt diese nach und nach. Damit wird das Rennen für den einzelnen Läufer in der App beendet. Und die App übermittelt dann auch die gelaufenen Kilometer an die veranstaltende Stiftung.

Der „World for Life World Run“

Lauf in Wildberg
Treffpunkt mit Laura Beck ist um 12.30 Uhr am Wohnmobilstellplatz am Wildberger Kloster. Dort gibt es nochmals genauere Informationen zu dem Ablauf und die Teilnehmer können sich schon einmal in der App einloggen. Punkt 13 Uhr startet der Lauf dann in Richtung Pfrondorfer Mühle. Ob gemeinsam oder alleine entscheidet jeder Läufer selbst.  Eine Anmeldung ist in der App „Wings for Life World Run“ bis Sonntag, 5. Mai, 10 Uhr möglich.

Stiftung
 Bereits 2004 gründete der zweifache Motocross-Weltmeister Heinz Kinigadner und Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz die „Wings for Life“-Stiftung. Diese hat es sich zum Ziel gesetzt, Querschnittslähmung heilbar zu machen. Ein Jahr zuvor hatte Kinigadner seine sportliche Karriere aufgrund eines schweren Motocross-Unfalls seines Sohnes, nachdem dieser gelähmt blieb, beendet.

„World Run“
Seitdem unterstützt die Stiftung die Rückenmarkforschung. Und um mehr Aufmerksamkeit und Spenden zu erhalten, wurde 2014 der „Wings for Life World Run“ ins Leben gerufen. Bei dem Volkslauf kann jeder teilnehmen. Auch ohne offizielles Lauf-Event, auf der eigenen Jogging-Strecke beispielsweise. Jedes Jahr im Mai starten dann alle Teilnehmer weltweit zur gleichen Zeit.