Welche Flächen sind in Fluorn-Winzeln für Windkraft geeignet? Diese Frage wird die Doppelgemeinde in Zukunft noch weiter beschäftigen Foto: Stöhr

Soll die Gemeinde Fluorn-Winzeln Flächen für Windkraftanlagen zur Verfügung stellen? Das war Gegenstand der jüngsten Sitzung.

In der nicht-öffentlichen Sitzung war es offenbar schon angekündigt worden: Die ForstBW möchte Windkraftanlagen auf Fluorn-Winzelner Gemarkung errichten und sucht dafür geeignete Flächen. Sollte die Gemeinde ihre Flächen für ein Angebotsverfahren in Sachen Windkraft zur Verfügung stellen?

 

„Wir müssen die finanzielle Situation festigen“, gab Bürgermeister Rainer Betschner zu bedenken. Die Einnahmen, die bei einer Beteiligung entstehen, könnten der Gemeinde bei den großen Investitionen helfen, meinte er.

So ist das Vorgehen

Roland Stolarczyk, Referent für Windenergie, wurde online zugeschaltet. Er erklärte, wie eine mögliche Zusammenarbeit der Gemeinde mit der ForstBW ablaufen könnte. Es gebe ein sogenanntes Poolingverfahren mit den Kommunen. Dabei werde gemeinsam eine Fläche festgelegt und die Rahmenbedingungen des Angebotsverfahrens geklärt.

Anschließend muss der Gemeinderat einer gemeinsamen Vermarktung und dem Abschluss eines Gestattungsvertrags zustimmen. Als nächster Schritt erfolge der Abschluss eines Flächenreservierungsvertrags zwischen der ForstBW und der Kommune, bevor dann die Ausschreibung beginne.

Wie groß ist der Einfluss?

Welchen Einfluss die Gemeinde auf das Verfahren, die Art der Windräder oder auf Aspekte des Naturschutzes habe, wollte Gemeinderätin Carolin Eger wissen.

Fragen, die den Naturschutz betreffen, werden vorher abgefragt, informierte der Referent. Wie viele Windräder entstehen würden und an welchen Orten, werde jedoch erst im Laufe der Untersuchungen, wie etwa zur Windhöffigkeit, geklärt. Es gelte, einen Mindestabstand von 750 Metern einzuhalten.

„Wenn wir nicht ausweisen, haben wir noch weniger Handhabe“, warnte Bürgermeister Betschner. Flächen zur Verfügung zu stellen, sei die bessere Lösung.

Über allem stehe das Ziel des Landes, 1,8 Prozent der Regionsfläche für Windkraft und 0,2 Prozent für Freiflächenphotovoltaik zu nutzen.

Bei neun Ja- und vier Nein-Stimmen votierte der Fluorn-Winzelner Gemeinderat für die Fortsetzung der Planungen in Abstimmung mit der ForstBW.