Unsere Leserin Christiane Baldwin aus Dornhan hat zur Windrad-Infoveranstaltung in Alpirsbach folgende Meinung.
Zum Bericht über die Infoveranstaltung zu den geplanten Windrädern möchten wir unseren Eindruck ergänzen. Wir waren selbst als am Thema Interessierte aus der Region vor Ort.
Unser Eindruck war, dass sich im Saal vor allem Gegner des Projekts versammelt hatten und sich daraus eine zunehmend einseitige, teilweise aggressive Stimmung entwickelte. In einer solchen Atmosphäre trauen sich Menschen mit einer anderen oder differenzierteren Sicht kaum ans Mikrofon.
Besonders unangenehm war der Umgang mit einem Bürger, der an der Entstehung der Planungen beteiligt war. Er wurde nicht nur aus dem Publikum heraus sehr unschön angegriffen, sondern auch vom Moderationspult aus vom Stadtbaumeister unverhohlen angegangen – obwohl dieser in seiner Rolle eigentlich deeskalierend wirken sollte. Das empfanden wir bei einer öffentlichen Veranstaltung einer Stadt befremdlich.
Emotionale Empörung über das „Monstrum“
Erstaunt hat uns zudem die emotionale Empörung über das angebliche „Monstrum“. Anhand der gezeigten Visualisierungen konnten wir diese Wahrnehmung nicht wirklich nachvollziehen. Dennoch hätten auch wir uns angesichts der aufgeheizten Stimmung kaum ans Mikrofon gestellt.
Gerade bei einem so wichtigen Thema wie der Energiewende sollte eine sachliche und respektvolle Diskussion möglich sein.
Das Städtchen bleibt besuchenswert
Wir denken nicht, dass die rund 200 Zuhörer die über 6000 Einwohner Alpirsbachs repräsentiert haben. Das Städtchen bleibt unserer Einschätzung nach auch mit Windrad besuchenswert – vor allem, wenn die Atmosphäre in der Gemeinde freundlicher und offener bleibt als an diesem Abend.
Christiane Baldwin, DornhanSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.