Mit dem Thema Windkraft befasste sich der Technische Ausschuss des Gemeinderats Alpirsbach. Foto: Michel

Mit den geplanten Windkraftanlagen auf dem Heilenberg befasste sich der Technische Ausschuss im Haus des Gastes. Bei der Sitzung des Gemeinderats Mitte Dezember war der Beschluss zur Waldumwandlung und Wegenutzung vertagt worden. Das Thema sollte im Technischen Ausschuss vorberaten werden.

Alpirsbach - Zunächst stellte Thomas Gutmann (ZfA), Ortsvorsteher in Reinerzau, das Ergebnis der Beratungen des Ortschaftsrats vom Montag vor. Der Ortschaftsrat sei nicht gegen Windkraft, habe aber das Schreiben von Gemeinderat Hans-Dieter Rehm (UBL), das er zum Teil auch bei der Gemeinderatsitzung im Dezember vorgetragen hatte, ausführlich beraten. Dem Ortschaftsrat, so Gutmann, würden noch Informationen über die Zuwegung und über das Schlossersträßle fehlen. Diese sollten eingefordert werden. Der Ortschaftsrat stehe dieser Waldumwandlung kritisch gegenüber. Gerold Wein (FWV), Mitglied des Ortschaftsrats Reinerzau, nannte noch offene Punkte wie ein Gesamtkonzept, Haftungsfragen oder den Quellenschutz. Der Plenterwald sei ein zukunftsweisender Wald, so Wein. Die Abholzung für Windkraftanlagen, es sollen laut Wein für die zwei Anlagen mit der Zuwegung fünf Hektar sein, widerspreche allen ökologischen Grundsätzen eines Minimierungsgebots.

Verwaltung hat Bedenken

Michael Fischer (Grüne) sagte dazu, dass die Firma schon mehrfach solche Anlagen gebaut habe. Sie wisse, dass das, was beschädigt wird, auch wieder instandgesetzt werden müsse. Bürgermeister Michael Pfaff erklärte, die vorliegenden Unterlagen dazu seien nicht schlüssig. Die Verwaltung habe Bedenken, dass vor allem die Haftungsfragen zur Zuwegung nicht ausreichend geklärt sind. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigten, dass im Vorfeld alles geprüft werden müsse, bevor unterschrieben werde. Denn es gebe unterschiedliche Auffassungen. Wenn diese Fragen rechtssicher geklärt seien, könne auch das Antragsverfahren positiv beschieden werden.

Mehrheitlich – bei drei Gegenstimmen – hat der Ausschuss beschlossen, die eingegangenen Anregungen der Gremien im Hinblick auf die Waldumwandlung und Wegenutzung am Heilenberg dem Antragsteller weiterzuleiten. Die Verträge sollen dann gutachterlich und anwaltlich geprüft und danach den Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Stellungnahme zu Teilflächennutzungsplan

Noch einmal ging es im Ausschuss um das Thema Windkraft – diesmal um den Teilflächennutzungsplan Windkraft Loßburg. Bürgermeister Pfaff erteilte zunächst den Vertretern der betroffenen Teilorte die Möglichkeit zur Stellungnahme. Thomas Gutmann (ZfA), Ortsvorsteher in Reinerzau, erklärte, der Ortschaftsrat habe beschlossen, der Vorlage für das Antwortschreiben der Verwaltung zu folgen. Darin wird formuliert, dass die Verwaltung so antworten werde, wie damals die Gemeinde Loßburg auf den Teilflächennutzungsplan von Alpirsbach zu der Anlage auf dem Heilenberg. Ellen Benz, Ortsvorsteherin in Ehlenbogen, sagte, dass sich der Ortschaftsrat erst am nächsten Tag mit diesem Thema beschäftigen werde. Hans-Dieter Rehm (UBL), argumentierte, dass eine Zuwegung über Reinerzau Ecktestraße/Schlossersträßle/ Blasenbuch/Heilenberg nicht möglich sei.

Mehrheitlich zugestimmt

Stadtbaumeister Bernd Hettich stellte die Stellungnahme der Stadt zum Teilflächennutzungsplan Loßburg vor. Darin heißt es, die Stadt Alpirsbach stehe der Windenergie offen gegenüber. Weiter heißt es, dass die Stadt die Erschließung über den Bereich Reinerzau und Ehlenbogen ablehnt. Der Beschlussvorschlag und die Stellungnahme wurden bei drei Enthaltungen mehrheitlich angenommen. Der Gemeinderat wird sich am Dienstag, 25. Januar, mit diesem Thema abschließend beschäftigen.