Windenergie, der Mensch und die und Natur – in Fluorn-Winzeln sind die falschen Standorte gesetzt, mein unser Leser. (Symbolfoto) Foto: Anselm - stock.adobe.com

Man hätte früher agieren müssen, meint unser Leser Thomas Kreuzberger aus Fluorn-Winzeln zum geplanten Bau von zwei Windparks um die Gemeinde.

Von den zehn Windrädern die in den nächsten Jahren in Fluorn-Winzeln neu gebaut werden sollen, dürfen die Bürger nur über das Windrad an der Straße Fluorn – Lindenhof abstimmen.

 

Dabei handelt es sich ausgerechnet um den besten Standort weit und breit: Er befindet sich fast 1500 Meter von der nächsten Wohnsiedlung (Hochmössingen) entfernt, hat also deutlich mehr Distanz als die meisten anderen geplanten Standorte. Er befindet sich an einer stark befahrenen, lauten Straße. Die Geräusche der Anlage werden die meiste Zeit vom Verkehr bei weitem übertönt.

Wenig Beeinträchtigung

Die Anlage steht im freien Feld. Das Fundament wird nach dem Bau der Anlage wieder mit Erde überdeckt. Der Flächenverbrauch ist also minimal.

Das neue Windrad soll unweit der bestehenden beiden Anlagen errichtet werden und bildet mit diesen einen zusammenhängenden Windpark. Das Landschaftbild wird also kaum zusätzlich beeinträchtigt.

Hier könnten an einem guten Standort große Mengen an Kohle, Öl, Gas, Diesel und Benzin durch regenerative Windenergie ersetzt und unsere Abhängigkeit von unzuverlässigen Öl- und Gaslieferanten verringert werden.

Viel schlechter fällt die Bilanz für die sieben geplanten Windräder westlich von Fluorn aus: Der Windpark rückt auf fast 800 Meter an die Wohnhäuser von Fluorn heran. Drei Anlagen sollen im Wald errichtet werden, was den Verlust von mehreren Hektar Wald bedeutet. Zusätzlich besteht im Wald die Gefahr von Folgeschäden durch Sturm, Hitze und Trockenheit.

Nicht zuletzt sollen die Windräder in einen Bereich gebaut werden, in dem die Natur bisher weitgehend intakt ist, also keine laute Straße, kein Aussiedlerhof und kein Industriebetrieb die „Idylle“ stört.

Dieser Windpark Fluorn West wurde schon vor einiger Zeit vom Gemeindrat durchgewunken und ist schon sehr weit fortgeschritten. Leider haben wir es verschlafen, rechtzeitig gegen diesen problematischen Windpark vehement zu protestieren.

Grundsätzlich finde ich bürgerschaftliches Engagement gut und richtig, aber hier droht das falsche Windrad die Prügel zu beziehen.

Thomas Kreuzberger, Fluorn-Winzeln

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