Zum geplanten Windparkprojekt Rappeneck zwischen Langenbach und Rohrbach hat unsere Leserin Consuela Markon aus Furtwangen folgende Meinung.
Die meisten Bewohner in Rohrbach haben diesen Wohnort sehr wahrscheinlich bewusst gewählt, weil sie die Natur schätzen und respektieren, vor allem auch die Ruhe lieben und die dörfliche Gemeinschaft der Anonymität einer Stadt vorziehen. Dafür nehmen sie einige Hürden auf sich. Ein Beispiel dafür ist, dass für die meisten Familien die Anschaffung eines Zweitwagens erforderlich ist, um mobil für Arbeitsplatz et cetera sein zu können. Damit verbunden sind erhöhte Fahrtkosten für Einkäufe, Arztbesuche, Fahrten für Kinder, Jugendliche und Senioren, auch das Pflegen von Hobbys geht meist nicht ohne Fahrerei. Das schultern die Rohrbacher bisher alles, ohne sich lautstark zu beschweren.
Die meisten sind sich dessen bewusst, was es heißt, eine gute Lebensqualität in unserem Dorf zu genießen. Auch viele Feriengäste fühlen sich bei uns wohl und wissen die Natur zu schätzen. Was aber bleibt uns Bürgern in Rohrbach, wenn uns das, was wir lieben, genommen wird? Was bleibt uns, wenn wir anstatt fröhlichem Vogelgezwitscher aggressive Geräusche ertragen müssen? Was bleibt uns, wenn anstatt der Schatten imposanter Vögel nur noch Schatten von Stahlriesen wahrzunehmen sind? Was bleibt uns, wenn anstelle von Hase, Reh, Fuchs und Baum nur noch monströse Säulen und ausgetrocknete Böden übrig sind? Was bleibt uns, wenn wir unser Quellwasser nicht mehr trinken können? Was bleibt uns, wenn kein Fisch mehr im Rohrbächle schwimmt?
Alle sollten sich umfassend informieren
Was bleibt uns, wenn diese Energiegewinnung krank macht? Was bleibt, wenn junge Familien deshalb abwandern? Was bleibt uns, weil unsere hart erarbeitete und gepflegte Immobilie an enormem Wert verliert? Ich appelliere an alle Bürger von Vöhrenbach, Linach, Schönenbach und Rohrbach, sich in jede Richtung zu informieren und sich kritisch mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Schreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.