So sieht der geplante Windpark von der Stammheimer Sporthalle gesehen aus. Foto: Landschaftsplanung LandPlan OS

Beim Infoabend zum Windpark Lindenrain wurden Visualisierungen gezeigt – so könnten die Windräder von den umliegenden Orten aus zu sehen sein.

Laut der Firma Alterric sollen im Windpark Lindenrain acht Windräder gebaut werden. Voraussichtlich 2029 gehen die Anlagen in Betrieb. Fünf Anlagen stehen dann auf Calwer, zwei auch Wildberger und eine auf Gechinger Gemarkung. Das Gebiet liegt zwischen Deckenpfronn, Gültlingen, Holzbronn, Stammheim und Gechingen. Alle Anlagen stehen im Wald.

 

Bei einem Informationsabend in der Aula des Stammheimer Maria-von-Linden-Gymnasiums wurden die Pläne und ihre Auswirkungen am Montag von Alterric vorgestellt. Die geplanten Anlagen haben eine Nabenhöhe von 179 Metern und sind insgesamt sind sie 266,5 Meter hoch. Auf einem Bildschirm liefen den ganzen Abend Bilder. Sie zeigten, wie die geplanten Windräder von ausgewählten Punkten aus aussehen.

Fünf Räder deutlich zu sehen

Ein Punkt befindet sich beim Eingang der Stammheimer Sporthalle. Der Blick geht über den neuen Kunstrasenplatz. Von einem Windrad sind die Rotorblätter fast vollständig zu sehen. Auch der Turm ragt über den Wald hinaus. Von drei weiteren Windrädern ragen lediglich Teile der Blätter über den Bäumen heraus. Am Kreisverkehr im neuen Gewerbegebiet Lindenrain sieht das schon anders aus. Da sind gleich fünf Windräder deutlich zu sehen. Sie ragen teils weit über den Wald hinaus.

Vom Gewerbegebiet Lindenrain aus sind die geplanten Windräder gut sichtbar. Foto: Landschaftsplanung LandPlan OS

Ein weiteres Bild zeigt den Blick von Holzbronn, etwa beim Abzweig zur K 4302. Auch hier ist ein Windrad prominent im Blickfeld. Der Turm ist beinahe vollständig zu sehen. Drei weitere Anlagen werden von den Bäumen aber zu großen Teilen verdeckt. Von Gültlingen aus, in der Nähe des Kreisverkehrs, sind die Anlagen weiter weg – und damit deutlich kleiner zu sehen. Eins ragt komplett über den Horizont hinaus, drei andere nur zum Teil.

Galgenberg versperrt den Blick

Die Visualisierung aus Gechingen zeigt den Blick ungefähr von der Kita Wiesennest. Von hier ist keine Anlage ganz zu sehen. Ein Rotor ragt etwas weiter, zwei weniger über den Wald heraus. Ein vierter ist nur zu erahnen. Eine andere Visualisierung zeigt den Blick von Heumaden aus, ungefähr von den Feldern oberhalb des Orts, bevor es hinunter nach Althengstett geht. Hier sind sechs Windräder zu sehen. Allerdings wirkt sich die weite Entfernung deutlich auf die wahrgenommene Größe aus. Zudem versperrt der Galgenberg den Blick. Keine der Anlagen ist komplett zu sehen.

Manche Perspektiven fehlen

Die Visualisierungen hat Alterric vom Büro Landschaftsplanung LandPlan OS in Osnabrück erstellen lassen. Sie geben einen guten Eindruck davon, wie die Menschen aus den umliegenden Orten auf den künftigen Windpark blicken – zumindest zum Teil. Denn manche Perspektiven fehlen. Die Blickpunkte in Stammheim, Holzbronn und Gechingen liegen an vergleichsweise tiefen Punkten in den Ortschaften. So werden die Anlagen von den Gänsäckern in Stammheim, vom Kirchberg in Gechingen oder dem höheren Teil Holzbronns vermutlich mehr zu sehen sein.

Vielleicht liefert Alterric ja noch weitere Visualisierungen nach. Wichtig ist: Auch die jetzigen Visualisierungen sind noch nicht final. Denn weder die exakten Standorte der Windräder noch der verbaute Anlagentyp steht letztgültig fest. Auch über die Anzahl gibt es wohl noch keine abschließende Entscheidung. Am Informationsabend sprach die Firma von acht Anlagen, OB Florian Kling hingegen nur von sieben.