In der Gemeinderatsitzung am Donnerstag unterrichtete Projektleiter Fabian Maisch von der EnBW den Gemeinderat über den aktuellen Stand der Windkraftplanungen. Im Anschluss erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen für den Windpark.
Nach über einem Jahrzehnt der Planung geht es in den Endspurt des Genehmigungsverfahrens für die Windkraftanlagen in Burladingen. Darüber unterrichtete der Projektleiter der EnBW, Fabian Maisch, die Gemeinderäte.
Die Planungen des Burladinger Windparks sind größtenteils abgeschlossen. Die erforderlichen Unterlagen zur Genehmigung des Baus liegen seit dem Sommer 2023 beim Landratsamt. Insgesamt sollen im auf der gesamten Burladinger Gemarkung zehn Windkrafträder mit einer Höhe von je 247 Meter aufgestellt werden. Änderungen an dem Bauvorhaben habe es dabei in den letzten zwei Jahren keine mehr gegeben, teilte Maisch mit.
Die Einnahmen durch den Windpark werden unverzichtbar sein
Das Planungsgebiet „Telle“ befindet sich zwischen den Ortsteilen Salmendingen und Stetten unter Holstein. Dort sollen zwei Windräder aufgestellt werden. Im Planungsgebiet „Ringelstein“, das zwischen den Ortsteilen Ringingen und der Kernstadt liegt, sollen drei Windkrafträder entstehen und im Gebiet „Küche“ südlich von Burladingen, bei Hermannsdorf, sollen fünf „Windmühlen“ aufgebaut werden.
Bürgermeister Davide Licht erklärt: „Der Windpark und die Einnahmen daraus werden unverzichtbar sein, wenn wir keine erhebliche Einschnitte haben wollen“. Damit weist er auch auf eine anstehende Klausurtagung hin, in der eine Schätzung der Einnahmen aus dem Windpark vorgenommen wird.
Das laufende Genehmigungsverfahren beim Landratsamt umfasst hauptsächlich die Bauflächen und die Standorte. Dabei werden unter anderem Ökologie, Artenschutz, Gewässerschutz und Brandschutz geprüft. Planungen zur Kabeltrasse, dem Netzanschluss der Anlagen, Transport der Bauteile und die Zuwegung zu den Windrädern werden in einem extra Genehmigungsverfahren beleuchtet.
2026 sollen die ersten Windkrafträder in Betrieb gehen
Die EnBW geht in ihrem Zeitplan davon aus, dass die Beteiligung von Trägern öffentlicher Belange noch im ersten Quartal 2024 abgeschlossen und ausgewertet werden kann. Mit einer Genehmigung seitens des Landratamtes rechne man ebenfalls noch im ersten Halbjahr 2024. Sobald alle Genehmigungen vorliegen folgt die Vorbereitung der Gebiete etwa durch Rodung. Der Baubeginn ist Anfang 2026 geplant und die Inbetriebnahme soll dann stückweise ab 2026 erfolgen. Insgesamt soll die Anlage 25 Jahre betrieben werden.
Infoveranstaltung und die Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung
Dörte Conradi von der CDU-Fraktion merkte an, dass ein genauerer Zeitstrahl gewünscht ist, insbesondere wegen der Rodung. Zudem wünscht sich die CDU, dass eine ausführliche Infoveranstaltung gemacht wird. Ähnlich haben sich auch die Bürger in der Gemeinderatssitzung geäußert.
Kurz angeschnitten hatte der EnBW-Projektleiter die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung an der Windkraftanlage. Details und Abwägungen, welche Modelle am besten passen könnten, wolle er zu einem späteren Zeitpunkt beleuchten, wenn das Projekt mehr Gestalt angenommen hat.
Die Gemeinde erklärte mehrheitlich ihr Einvernehmen zu den Planungen
Der Gemeinderat gab den Planungen der EnBW grünes Licht und erteilte ihrerseits die Genehmigung. Die Pachtregelungen für die Ausgleichsmaßnahmen werden noch in Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Pächtern, der Stadt und der EnBW geklärt. Der Beschlussvorschlag wurde mit vier Gegenstimmen – unter anderem stimmte die AfD-Fraktion geschlossen dagegen – mehrheitlich angenommen.