Im Sulzer Staatswald plant Sowitec einen Windpark mit fünf Anlagen. Die Windräder sollen jährlich rund 80.000 MWh Ökostrom erzeugen.
Die Firma Sowitec plant im Sulzer Staatswald einen Windpark mit fünf Anlagen. Dem Zeitplan zufolge soll die Bauphase mit Rodung und Zuwegung 2028 beginnen und 2029 der Betrieb aufgenommen werden. Momentan sei man in der Genehmigungsphase, informierte der Projektleiter für Deutschland, Steffen Mauser, bei der Bürgerveranstaltung in der Stadthalle.
Zuständig für das Sulzer Projekt von Sowitec mit Hauptsitz in Sonnenbühl auf der Schwäbischen Alb ist Marise Hummel. Wie sie mitteilte, sind für Sulz Windenergieanlagen des Typs Nordex mit einer Nabenhöhe von 179 Metern und einer Gesamthöhe von 267 Metern Höhe geplant. Die installierte Gesamtleistung liege bei rund 34 Megawatt (6,8 Megawatt pro Anlage).
Weil die Anlagen in exponierten Lagen gebaut werden sollen, geht Sowitec von guten Erträgen aus. So sollen mit der installierten Leistung jährlich 80 000 Megawattstunden grüner Strom erzeugt werden. Damit könnten bilanziell 24 000 Haushalte versorgt werden.
Abstände über Vorgaben
Beim Bau solle der Flächenverbrauch minimiert werden. So erfolge die Zuwegung auf zum Teil schon vorhandenen Flächen. Nach Auskunft von Marise Hummel werde für ein Windrad ein Hektar Fläche benötigt, 0,3 Hektar davon permanent, 0,7 Hektar zeitweise.
Bei den Abständen zu den Ortschaften, in Sigmarswangen sind es 900 Meter, in Glatt 860 Meter und zur Schillerhöhe 900 Meter bis zu den nächsten Häusern, bleibe man über der gesetzlich vorgeschriebenen Entfernung von 750 Metern. Im Blumentäle bei Marschalkenzimmern sei der Bau eines Umspannwerks geplant. Die Kabeltrassen würden entlang bestehender Wege geführt.
Weitere Angaben machte die Projektleiterin zu Schallwerten und dem Schattenwurf. Sollten beim Schall Grenzwerte erreicht werden, werde das jeweilige Windkraftrad abgeschaltet.
Beteiligung der Kommunen
Vorgesehen ist, dass die umliegenden Kommunen mit 0,2 Cent pro Kilowattstunde, mehr lässt das Gesetz nicht zu, der eingespeisten Strommenge beteiligt werden. Sulz werde dabei am meisten profitieren. Weitere betroffene Gemeinden sind Dornhan, Horb, Vöhringen und Oberndorf.
Hinzu kämen Gewerbesteuereinnahmen. Das Windparkprojekt in Sulz sieht aber auch Bürgerbeteiligungen vor. Das könnten regionale Energiegenossenschaften oder Bürgergenossenschaften sein.