Warum die Energiewende auch etwas mit sozialer Gerechtigkeit zu tun hat, erklärt der SPD-Ortsverein Oberndorf – und positioniert sich klar zur Windenergie.
Der SPD-Ortsverein Obendorf macht sich stark für den geplanten Windpark im „Wisoch“.
Die Debatte um das Projekt zeige, wie konkret die Energiewende vor Ort gestaltet werden muss. Für die SPD Oberndorf steht fest: „Die Energiewende ist notwendig – entscheidend ist, wie sie umgesetzt wird, und wer von ihr profitiert.“
Zentraler Baustein
Windkraft sei ein zentraler Baustein für eine klimafreundliche und unabhängige Energieversorgung. Studien belegten, dass moderne Anlagen einen erheblichen Teil des lokalen Strombedarfs decken und zugleich Tausende Tonnen CO₂ einsparen können. „Es ist nicht das Klima, sondern wir selbst, die wir uns und unsere Nachkommen vor den Folgen des Klimawandels schützen müssen, indem wir alles uns Mögliche tun, um diesen abzuschwächen“, betont der SPD-Vorsitzende Holger Klein.
Für die SPD geht es deshalb nicht um das „Ob“, sondern um das „Wie“. Ali Zarabi, SPD-Landtagskandidat im Wahlkreis Rottweil, spricht sich klar für ein kommunales Betreibermodell aus: „Eine örtliche Stromversorgung bietet große Vorteile. Es geht nicht nur um die Umsetzung des Projekts, sondern darum, wer die Wertschöpfung kontrolliert.“ Wenn die Gemeinde selbst als Betreiberin auftritt, könnten Gewinne direkt in Schulen, Straßen oder soziale Einrichtungen fließen.
Erfolgreiche Beispiele
Der SPD-Vorstand verweist auf erfolgreiche kommunale Energieprojekte in Deutschland, die zeigen, dass Klimaschutz und regionale Entwicklung Hand in Hand gehen können. „Das ist ein Schritt hin zu mehr Selbstbestimmung und regionaler Souveränität“, erklärt Vorstandsmitglied John Baumann.
Gerade für junge Menschen sei eine saubere, bezahlbare und unabhängige Energieversorgung ein zentrales Zukunftsthema.
Zugleich nimmt die SPD auch die Bedenken in der Bevölkerung ernst. Fragen zum Landschaftsbild, zu Eingriffen in die Natur oder zu konkreten Standorten müssten transparent diskutiert und sorgfältig abgewogen werden. „Nicht alle sind von dieser Technik überzeugt – deshalb setzen wir auf Dialog und Bürgerbeteiligung“, so Baumann.
Große Ziele
Die Ziele sind ambitioniert: Ein erheblicher Teil des lokalen Strombedarfs könnte künftig aus Windkraft gedeckt werden. Das spart CO₂, stärkt die regionale Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze – von Planung und Bau bis Wartung und Netzausbau.
Für die SPD Oberndorf sei der Windpark Wisoch daher mehr als ein Energieprojekt: „Er ist eine Chance, Klimaschutz, wirtschaftliche Vernunft und soziale Gerechtigkeit miteinander zu verbinden – im Interesse der heutigen und kommenden Generationen.“