Fünf Windräder sollen an der A 81 errichtet werden. Foto: GuentherDillingen - pixabay

Bei einem Infoabend soll das Windkraft-Projekt an der A 81 in der Neckarhalle vorgestellt werden.

Oberndorf/Epfendorf - An der A 81 sollen fünf Windräder errichtet werden. Das Vorhaben stößt bereits auf Kritik – so streben zwei Oberndorfer Bürger einen Bürgerentscheid an.

Das Projekt soll nun demnächst der Bevölkerung vorgestellt werden. Die Badenova-Tochter "Wärmeplus" und die Kommunen Epfendorf und Oberndorf, auf deren Gemarkung der Windpark stehen soll, veranstalten am 19. Oktober einen Infoabend. Ab 19 Uhr wird in der Oberndorfer Neckarhalle der aktuelle Planungsstand des Projekts vorgestellt. Das gibt die Badenova in einer Pressemitteilung bekannt.

Kommunen stehen hinter Projekt

Neben den Bürgermeistern und Badenova-Vertretern wird auch der Verbandsdirektor des Regionalverbandes Schwarzwald-Baar-Heuberg, Marcel Herzberg, über das Vorhaben informieren.

Der Oberndorfer Gemeinderat hat sich mit großer Mehrheit für das Projekt der Badenova ausgesprochen. "Wir möchten unseren Beitrag für die Energiewende leisten und unterstützen das Projekt", wird Bürgermeister Hermann Acker in der Mitteilung zitiert.

Durch eine Bürgerenergiegesellschaft könnten Bürger unmittelbar vom Bau des Windparks profitieren, die Kommune zudem durch Zahlung von Pacht, Gewerbesteuer und der Kommunalabgabe. "Gerade durch die Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern bei einer Energiegesellschaft, könnte eine langfristige Akzeptanz mit dem Projekt erzielt werden", sagt der Epfendorfer Schultes Mark Prielipp.

Strom reicht noch für Nachbargemeinden

Die neuste Generation von Windenergieanlagen sei mit einer Nabenhöhe um 175 Metern und einem Rotordurchmesser um 170 Metern (die Gesamthöhe beträgt etwa 260 Meter) sind für süddeutsche Standorte optimiert. Die größeren Dimensionen ermöglichen es, den stärkeren und gleichmäßigeren Wind in höheren Luftschichten zu nutzen.

Die genauen Standorte für die Anlagen stehen derzeit noch nicht fest. Die fünf Windräder hätten eine Gesamtleistung von 27,5 Megawatt. Das entspricht einer Stromausbeute von 50 Millionen Kilowattstunden. Damit lassen sich Bürger beider Kommunen sowie saus Vöhringen und Rosenfeld für 25 bis 30 Jahre vollständig mit Strom versorgen, so die Badenova.

Projekt im Gremium vorgestellt

Für den gesamten Windpark würde eine Fläche von fünf Hektar dauerhaft verbaut, was rund 0,4 Prozent der Gesamtfläche des Oberndorfer Stadtwaldes entspricht. Auf dieser Fläche kann dann doppelt so viel Strom erzeugt werden, wie die Einwohner der Stadt Oberndorf benötigen.

Ein "frühzeitiger und umfassender Informationsaustausch" mit den betreffenden Gemeinden sei der Badenova ein wichtiges Anliegen, sagt Sebastian Schüssler, Leiter der Projektentwicklung beim Unternehmen. Ende des vergangenen Jahres gab es eine Projektvorstellung in den Gemeinderatssitzungen in Oberndorf und Epfendorf. Im Frühjahr besuchten Gemeinderäte beider Kommunen den Windpark auf dem Hohenlochen im Ortenaukreis. Eine weitere Präsentation gab es im Ortschaftsrat Bochingen.

Bis Herbst dieses Jahres sollen die notwendigen Pachtverträge abgeschlossen sein. Im Winter sollen die Windmessungen beginnen, um die Windverhältnisse im Detail zu untersuchen. Der Start der natur- und artenschutzrechtlichen Untersuchungen ist im nächsten Jahr geplant. Auch mögliche Auswirkungen an Anwohner sollen im Vorfeld untersucht werden.