Helmut Haberstroh thematisierte beim Bürgermeisterstammtisch im Grünen Baum die Windkraftanlagen im Feurenmoos.
„Früher durfte man da nicht reinlaufen. Nun gibt es einen Kahlschlag, der von den Grünen unterstützt wird“, ärgerte er sich – auch weil ohnehin schon viele Windräder in der Umgebung oft still stehen würden.
Ziel der Windenergie insgesamt sei, so Bürgermeister Michael Moosmann, viel überschüssige Energie zu erzeugen. Wenn es in einigen Jahren genügend Speicher gebe, werde die Energie aus erneuerbaren Energien für alle billiger.
Der Anschluss der Windkraftanlagen ans Stromnetz erfolge an der Butzenhöhe, so Moosmann. Daher werde eine Leitung über Hohreute-, Theilen-, Lehen- und Speicherweg gelegt.
Ein neuralgisches Datum sei Ende Juni: Bis dahin müsse ein Antrag des Betreibers Stadtwerke Tübingen bei der Genehmigungsbehörde eingereicht sein. Sonst müssten neue Gutachten erstellt werden, informierte der Bürgermeister.
Keine Gewerbesteuer
Wenn die Windkraftanlagen auf der Gemarkung Hardt stehen würden, gäbe es reichlich Gewerbesteuer. Das ist aber nicht der Fall, daher bekomme man lediglich etwas für die Leitung. Fluorn-Winzeln hingegen saniere mit Windrädern seinen Haushalt.
Ein weiteres Thema beim Bürgermeister-Stammtisch war die Aussegnungshalle. Diese, sagte Moosmann, besitze bei ihm nicht oberste Priorität. Sie werde etwa 30 Mal pro Jahr für je eine Stunde genutzt. Daher wolle er für deren Ausbau nicht mehr als 500 000 Euro vergraben. Moosmann sah die Gelder in der Kita, im Straßenbau und in den Abwasserkanälen besser aufgehoben.
Bei der Kita habe sich das ganze Projekt aufgrund des Fensterbauers verzögert. „Andere Handwerker konnten so nicht weitermachen“, sagte Moosmann. Im Neubau seien künftig die Ü3-Kinder in fünf Gruppen mit maximal 28 Kindern untergebracht. Die Kinderkrippe werde im sanierten Altbau angesiedelt. Der vordere Teil des Altbaus an der Mariazeller Straße gehe zurück an die Kirchengemeinde.