Ärger gibt es um Windenergieanlagen und Biotope. Foto: Schwarzwälder Bote

Zu „So vernichtet das Ministerium Steuergeld“ meinen unsere Leser Eugen und Edeltraud Bihler aus Schramberg:

Seit Monaten kämpfen wir gegen den – vom Grünen Robert Habeck initiierten – Wahn, Deutschland mit Windenergie-Anlagen (WEA) von gigantischem Ausmaß zu überziehen. Experten verweisen darauf, dass über 400 Milliarden Euro Subventionen in die Windkraft geflossen sind – damit wird ein Anteil von weniger als zehn Prozent des Stromverbrauchs produziert – Aussichten auf Verbesserung: gering.

 

In Leserbriefen haben wir die Arroganz und Ignoranz von Politik und Behörden angeprangert. Vom Regionalverband werden wir als „lästig“ überhört; vom Landratsamt werden Argumente dem „übergeordneten politischen Ziel“ untergeordnet. Angeprangert haben wir auch die ungenügende Unterstützung der Kommunen, die sich lediglich auf eine „Unschulds-Position“ zurückziehen.

165 Tonnen Stahl

Im Feurenmoos werden für den Bau von fünf WEA Rodungen in einer Größenordnung von mehr als fünf Fußballfeldern erforderlich, Wege und Brandschutzeinrichtungen nicht mit gerechnet. Es werden 600 bis 1000 Tonnen Beton und 165 Tonnen Stahl verbaut. Es wird Lebensraum für Flora und Fauna wissentlich zerstört. Es wird die Wasserversorgung sehenden Auges gefährdet. Die den „politischen Entscheidungen“ zugrundeliegenden Gutachten sind teilweise fachlich falsch sind und bauen auf nicht neutraler Basis auf.

Das alles wird bezahlt von der Bevölkerung. Sogar doppelt – durch unvertretbar hohe Strompreise, der unsere Wirtschaft wettbewerbsunfähig macht – und durch die Bündelung von Steuermitteln für Subventionen.

Jetzt aber, da die dem gesunden Menschenverstand entrückte grüne Politik den wirtschaftlichen (und sinnvollen) Interessen der Politik einer Gemeinde – siehe Hardt – zuwiderläuft, melden sich die Kommunalpolitiker.

Demokratische Möglichkeit

Es rächt sich, dass diese sich bisher bezüglich Hintergrundinformationen und in Erwartung fließender Einnahmen zurückgehalten haben. Beispiel: An der Info-Veranstaltung in Winzeln hat weder einer der Bürgermeister noch ein Gemeinderat teilgenommen. Oben auf unserer Kritikliste steht: die von den Grünen durchgesetzte Energie- und Wirtschaftspolitik.

Deshalb gilt es, im Interesse von Bevölkerung, Naturschutz und Wirtschaft unverzüglich gegenzusteuern. Wirklich grüne und verantwortungsvolle Umweltpolitik – ein Hochfahren unserer Wirtschaft erreichen wir nicht durch Betonung unseres schwäbischen Dialektes, sondern durch Handeln. Für die Bevölkerung besteht eine demokratische Möglichkeit bei der Landtagswahl.

Eugen und Edeltraud Bihler Schramberg

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