Zum Thema Windkraft sollen Fragen der Bürger geklärt werden. (Symbolfoto) Foto: Martin Mecnarowski - stock.adobe.com

Bevor man im Vöhringer Gemeinderat in die Diskussionen einsteigen will, sollen Fragen der Bürger zum Thema Windenergie geklärt werden. Deshalb findet eine Informationsveranstaltung statt.

Die Gemeinden Vöhringen und Rosenfeld laden am Dienstag, 24. Oktober, um 19 Uhr gemeinsam mit den potenziellen Betreibern von Windenergieanlagen dazu in die Vöhringer Tonauhalle ein. Diese Neuigkeit gab Bürgermeister Stefan Hammer in der ersten Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause bekannt.

Eine externe Moderation, wie sie bereits von der Stadt Oberndorf bei ihrem Info-Abend in der Neckarhalle praktiziert und für gut befunden worden war, sei angedacht und vorteilhaft für den unvoreingenommenen Austausch.

Windatlas allen zugänglich

Als Teilnehmer zählte Hammer die Firma Badenova, Vertreter des Regierungspräsidiums und des Landratsamts Rottweil einschließlich des Ersten Landesbeamten Hermann Kopp auf sowie Marcel Herzberg, den Verbandsdirektor des Regionalverbandes Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Auf Rückfrage, ob es alternative potenzielle Investoren zur Badenova gebe oder die Möglichkeit, Vorteile für die Gemeinde über eine Ausschreibung zu erzielen, meinte Hammer, bislang hätten sich keine weiteren Firmen mit der Gemeinde Vöhringen in Verbindung gesetzt, obwohl der Windatlas allen Betreibern zur Identifizierung von Potenzialflächen gleichermaßen zugänglich sei.

Die Stadt Oberndorf und die Gemeinde Epfendorf hätten die Nutzungsverträge für ihre Gemarkungen bereits unterschrieben. Oberndorf sei Standort und Anteilseigner der Badenova und dem Energieversorgungsunternehmen daher eng verbunden.

Erst Fragen klären

In Vöhringen ist es für den Einstieg des Gemeinderats in die inhaltliche Diskussion zur Thematik nach dem Dafürhalten von Stefan Hammer noch zu früh und erst recht für eine Beschlussfassung. Erst wolle man die Fragen der Bürger entgegennehmen und klären.

Besuchern werde man mit Hilfe von Saalmikrofonen Gelegenheit geben, Fragen zu stellen. Die Gemeinde werde im Vorfeld noch prüfen, ob die Breitbandversorgung in der Tonauhalle ausreiche für den Einsatz interaktiver Module, etwa zur Abstimmung per Handy. Aus Hammers Ausführungen ging hervor, dass er mit rund 300 Besuchern rechnet.