Thekla Walker kündigt während der Eröffnungsveranstaltung schnellere Genehmigungsverfahren an. Foto: Ziechaus

Bei der Eröffnung des Windparks Falkenhöhe auf den Gemarkungen von Lauterbach, Schramberg-Tennenbronn und Hornberg-Reichenbach ist die lange Genehmigungsphase ein Thema der Festredner gewesen.

Schramberg-Tennenbronn - Über viele Jahre habe man auf den Windpark mit ursprünglich geplanten vier Windkraftanlagen (WEA) im Grenzbereich von Baden und Württemberg auf der Falkenhöhe hingearbeitet, verwies Projektentwickler Gerhard Kienzler auf erste Planungen durch einen örtlichen privaten Investor seit dem Jahr 2011. Für den Geschäftsführer von RES erneuerbare Energien aus Schonach sind die drei Anlagen auf der Falkenhöhe der dritte Windpark in der Region.

Für die WEAs auf der Prechtaler Schanze habe die Planung bereits im Jahr 2000 begonnen; auf dem Falken begann die Windkraft Schonach 2014 mit den detaillierten Untersuchungen für verschiedene Gutachten. Der Antrag für die Genehmigung wurde 2017 eingereicht. Im Herbst 2019 wurde diese dann für drei der vier Anlagen erteilt und ein Jahr später mit dem Bau begonnen.

Stromerzeugung für rund 10.000 Haushalte

Mit der Eröffnung der drei Anlagen auf dem Falken werde nun vor Ort die dezentrale Stromerzeugung für rund 10.000 Haushalte sichtbar. Bisher waren die Probleme bei der Stromerzeugung in anderen Regionen sichtbar – mit rauchenden Schloten von Kohlekraftwerken. Wegen solcher Belastungen mit CO² sei die Energiewende ein zentrales Thema und müsse vorangetrieben werden.

Allerdings liegen Anfang und Ende eines Projekts oft nicht im gleichen Jahrzehnt, so dass projektierte Anlagen nicht mehr gebaut werden und geändert neu beantragt werden müssten. Dazu brauchten die notwendigen artenschutzrechtlichen Gutachten oft zu lange. Dagegen gebe es Beispiele, in denen Gutachten vor Baubeginn einer WEA drei Paare Rotmilane festgestellt hätten; inzwischen gebe es in dem Bereich mit den Anlagen 14 Paare. Konflikte seien in den meisten Regionen einfach da, aber die Betreiber versuchten möglichst jeden zu überzeugen.

Landesumweltministerin Thekla Walker versprach, die Verfahren zur Genehmigung "deutlich zu verkürzen" und die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, um zwei Prozent der Landesfläche für eine bessere Energieversorgung zu nutzen.