Es geht um erneuerbare Energien. (Symbolbild) Foto: frimufilms – Freepik

Unser Leser Benno Siegel aus Vöhringen antwortet auf die Meinung von Axel Hempfling.

​ Die Aussagen in dem Leserbrief zeigen für mich Symptome, die zur Diagnose „Selektive Wahrnehmung mit manifestiertem NIMBY-Syndrom“ führen. Er schreibt: „...Kohlegruben Chinas (30 Prozent CO₂-Ausstoß weltweit...“. Es sind zwar nicht die Kohlegruben allein, aber ja, China ist mit 30 Prozent Anteil der Spitzenreiter.

 

Was er nicht schreibt, ist, dass Deutschland trotz aller Anstrengungen bei den energiebedingten CO₂-Emissionen 2023 noch immer unter den Top 10 der Welt liegt. Was er auch nicht schreibt, ist, dass bei den Pro-Kopf-CO2-Emissionen Deutschland nur geringfügig unter denen von China liegt.

Was er auch nicht schreibt, ist, dass das vielbescholtene China es längst „gemerkt“ hat und umsteuert: Es baut doppelt so viel Wind- und Solarkapazität, wie der Rest der Welt zusammen. Mit Deutschland sind wir hier leider nicht mehr in den Top 10 vertreten. Dennoch: 2024 deckten hier erneuerbare Energien (null CO₂-Ausstoß während der Erzeugung) bereits über die Hälfte des Bruttostromverbrauchs. Deutschland ist auf dem richtigen Weg.

Frei nach Asterix: Ganz Deutschland? Nein, denn regional macht sich leider das NIMBY-Syndrom spürbar: „not in my backyard. Sollen doch die anderen machen...“ Des Leserbriefschreibers Argumentation in Sachen Atomausstieg und dass wir keine Zeit verlieren dürfen, kann ich zustimmen.

Die Erkenntnis aus seinem Abschnitt „Unseriöse Argumentation“ muss ich mir noch erarbeiten und seine Lösungsvorschläge noch suchen.

China baut doppelt so viel Wind- und Solarkapazität

Benno Siegel, Vöhringen

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