Am 23. Februar wird für oder die Verpachtung kommunaler Flächen und ihre Nutzung mittels Windkraftanlagen abgestimmt (Symbol-Foto). Foto: kebox – stock.adobe.com

Das Bürgerbegehren ist für unseren Leser Siegfried Schenk eine Entscheidung für Atomkraft oder Windräder. Mit Blick auf die nächsten Generationen plädiert er für zweitere.

Die Entscheidung des Bürgerbegehrens rückt näher, und wir hatten ausreichend Zeit, uns mit dem Thema auseinanderzusetzen. In populistischer Weise schüren Windkraftgegner Ängste in der Bevölkerung und diskreditieren den Bürgermeister sowie die Stadträte, die sich für Windkraft aussprechen.

 

In vier Werbeveranstaltungen für Atomkraft wurde über die gescheiterte Energiewende und drohende Blackouts fabuliert. Ein Stadtrat war so begeistert, dass er sogar einen Endlagerplatz für Atommüll in Sulz angeboten hat. Dies war den Verantwortlichen der Gegenwindkraftgruppe dann doch zu viel. Kurz darauf erschien ein Leserbrief mit der Überschrift „Bürger für dumm verkaufen“, der klarstellte, dass Atomkraft in Deutschland nicht zur Debatte steht – nur wenige Tage vor einer weiteren Werbeveranstaltung zur Atomkraft.

„Alle profitieren“

Diese Aktionen sind Ablenkungsmanöver! Wenn wir keine Windräder bauen, müssen es Atomkraftwerke werden – das wird die Wahl sein. Es geht um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder. Wir können in Sulz einen Beitrag leisten, um die Welt zu retten – wir sind dabei nicht allein. In Deutschland stehen über 30 000 Windräder bereit, um uns bei der Energiewende zu unterstützen. Warum sollten wir uns also verweigern?

Lasst uns unseren Teil dazu beitragen und mit „Nein“ stimmen – damit wir für Windräder votieren, von denen letztlich alle profitieren.

Siegfried Schenk, Sulz

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