Am 8. März steht in Simmozheim ein Bürgerentscheid zum Thema Windkraft an. Foto: ©borneolover - stock.adobe.com

Zur Bürgerinfoveranstaltung zum Thema Windkraft in Simmozheim hat unser Leser Johannes Bohnenberger die folgende Meinung.

Aufgrund unterschiedlicher Reaktionen zu unserer Anwesenheit als Eltern mit unseren Kindern ist es uns wichtig, eines klarzustellen: Das Auftreten mit unseren Kindern war ein tief empfundener Appell von Familien für Familien. Dies geschah völlig unabhängig vom Verein WaldErhalt.

 

Wir möchten ein Zeichen für einen intakten Lebensraum setzen – nicht für uns, sondern für die nächste Generation und die Generationen danach. Es bricht uns das Herz zu sehen, wie ein Wald, der für unsere Kinder ein Ort des Lernens, Staunens und Aufwachsens ist, für eine Technologie aufs Spiel gesetzt wird, die selbst von Bundeskanzler Friedrich Merz nur als „Übergang“ bezeichnet wird. Für unsere Kinder ist dieser Wald kein Provisorium, sondern ihre Wurzel.

Monetäre Vorteile im Vordergrund

Viel zu oft gerät in den aktuellen politischen Diskussionen aus dem Blick, dass es sich hierbei um unberührte Natur und ein resilientes Ökosystem handelt, dessen Fläche darüber hinaus auch ein Wasserschutzgebiet darstellt. Wenn solche existenziellen Fakten in der Debatte untergehen und stattdessen monetäre Vorteile im Vordergrund stehen, stellt dies die Basis für eine ehrliche und demokratische Entscheidung beim anstehenden Bürgerentscheid in Simmozheim massiv infrage.

Ein Wald, der einmal weichen musste, kommt nicht zurück – und ein belastetes Grundwasser ebenso wenig. Wir haben uns positioniert, weil wir unseren Kindern später in die Augen schauen wollen, wenn sie uns fragen, was wir für den Schutz ihrer Heimat getan haben.

Johannes Bohnenberger, Möttlingen

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