Zum umstrittenen Windrad in Alpirsbach hat unsere Leserin Claudia Kohler folgende Meinung.
Der Regionalplan soll den Kommunen Planungssicherheit geben, denn bisher konnten Investoren ohne ein wesentliches Mitspracherecht betroffener Kommunen auf Staatsland Anlagen errichten.
Ein Beispiel für dieses Vorgehen sind die Stadtwerke Stuttgart, die Anfang 2026 beim Landratsamt Freudenstadt ihren Plan für Windkraftanlage mit 230 Metern Höhe direkt über der historischen Klosterstadt einreichte. Zum Vergleich: der Stuttgarter Fernsehturm hat eine Höhe von 217 Metern.
Der Plan für ein Windrad auf dem Reutiner Berg war vor zehn Jahren schon einmal Grund für Diskussionen. Dass die Stadtwerke ausgerechnet kurz vor der Verabschiedung des Regionalplans wieder diesen Standort auflegen und sich mit diesem Plan, ohne Benefit für Alpirsbach, ihren grünen Strom besorgen wollen, wirft in Alpirsbach die Frage auf, warum Stuttgart das Alpirsbach antut.
Die Ablehnung richtet sich nicht gegen Windkraft, sondern gegen diesen Standort, die Größe der Anlage und die nicht vorhandene Informationspolitik der Stadtwerke. Vor diesem Hintergrund ist die Empörung in der Bevölkerung nachvollziehbar.
Claudia Kohler, AlpirsbachSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.