Fundamente für Windräder zerstören wertvollen Wald, kritisieren unsere Leser Monika und Matthias Lehmann aus Oberndorf. Sie wünschen sich mehr Speicherkapazitäten.
In dem Artikel zum Bürgerentscheid über die zwei Windräder, die im Wisochwald gebaut werden sollen, finden wir keinen Hinweis darauf, dass die Windräder doppelt so hoch gebaut werden, wie die schon vorhandenen Windräder bei Fluorn.
Das Fundament hat eine entsprechende Größe, das wertvollen Wald, der für unser Klima essenziell ist, zunichte machen wird. Auch finden wir keinen Hinweis darauf, dass ein Umspannwerk von der Dimension 100 Meter mal 50 Meter mit entsteht, das den Wald weiter zerstört. Dies wurde bei der letzten Veranstaltung erst auf Nachfrage so eingeräumt.
Windkraft mit Speichermöglichkeit
Der Adventsweg zur Weihnachtszeit wurde aus Wild- und Artenschutz verboten und wir wundern uns, dass mit dieser Selbstverständlichkeit ein Bauvorhaben durchgedrückt werden soll, das Auswirkungen über Jahrzehnte für unsere unmittelbare Umwelt hat. Ganz zu schweigen von dem Sondermüll und den Tonnen an Beton, der uns dann übrig bleibt, wenn die Windräder ausgedient haben.
Windkraft ja, aber bitte erst dann, wenn die Speicherkapazität für den Strom entwickelt und geschaffen wurde. Aktuell wird unser Überschuss an Strom von Polen und anderen Ländern blockiert, um das dortige System vor einer Überspannung zu schützen.
Schuldvorwürfe und Angst
Wir geben den überschüssigen Strom nach Österreich ab und müssen dafür bezahlen, um ihn dann am nächsten Tag bei Bedarf wieder teuer einzukaufen. Hier ist ein Lösungsansatz dringend gefragt, bevor sinnlos Windräder unsere Gegend weiter verschandeln.
Liebe Wähler von Oberndorf, informieren Sie sich umfassend, ehe Sie Ihre Zustimmung für dieses irreversible Projekt erteilen.
Wir setzen uns mit Solar auf dem Dach und anderen Aktionen für den Umweltschutz seit vielen Jahren ein, aber nicht blindlings. Leider stellen wir immer wieder fest, dass wir mit Schuldvorwürfen wie … das Licht geht aus … und Angst regiert werden. Das ist sehr schade und wir vertrauen darauf, dass sich jeder Wähler mit den vielen vorhandenen Möglichkeiten umfassend selbst ein Bild macht.
Monika und Matthias Lehmann, OberndorfSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.