Die Spielerinnen des SC Sand (in blau) müssen, wie in dieser Szene gegen Bremen, am letzten Spieltag gegen Leverkusen noch einmal vollen Einsatz zeigen, um den Klassenerhalt klar zu machen.Archivfoto: Heck Foto: Lahrer Zeitung

Ortenauerinnen spielen am letzten Spieltag gegen Leverkusen / Knapper Vorsprung auf Abstiegsränge

Vor dem letzten Spieltag hat der SC Sand einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge. Mit einem Sieg gegen Leverkusen ist der Klassenerhalt fix, ansonsten sind die Ortenauerinnen auf Schützenhilfe aus Freiburg angewiesen.

Bundesliga, Frauen: SC Sand - Bayer 04 Leverkusen (Sonntag, 14 Uhr). Der SC Sand hat mit seinem Sieg vor knapp zwei Wochen beim SV Meppen die Weichen auf ein echtes Endspiel am Sonntag zu Hause gegen Bayer Leverkusen gestellt. Durch den Sieg im Emsland kletterte die Elf von Trainer Alexander Fischinger wieder auf einen Nichtabstiegsplatz und hat es jetzt in der eigenen Hand, den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen. Die Voraussetzungen zum Erreichen dieses Ziels sind klar: Gewinnt der SC Sand (15 Punkte/Platz zehn), spielt es keine Rolle, wie der SV Meppen (14 Punkte/Platz elf) sein letztes Saisonspiel beim SC Freiburg gestaltet. Geht die Partie im Kühnmatt-Stadion Unentschieden aus, so muss der SC Freiburg gegen Meppen zumindest ebenfalls Remis spielen, damit der SC Sand in der Liga bleibt. Verlieren die Ortenauerinnen jedoch gegen Leverkusen, müsste Freiburg gewinnen, da der SCS gegenüber dem norddeutschen Aufsteiger das schlechtere Torverhältnis hat und Meppen ein Punkt im Breisgau reichen würde.

Von einer eventuellen Schützenhilfe geht Sands Manager Gerald Jungmann nicht aus. "Auf Freiburg würde ich nicht wetten", so Jungmann. Sands sportlicher Leiter Sascha Reiß schlägt in die gleiche Kerbe. "Freiburg ist bestenfalls ein Joker, den wir hoffentlich nicht benötigen werden."

Fischinger will nicht viel über Leverkusen reden

Für Coach Alexander Fischinger ist die Marschroute vor dem Endspiel klar. "Wir alleine entscheiden, was wir zulassen", so der Trainer. Soll heißen: kauft man der Werkself, die in der Liga auf einem guten, aber auch unspektakulären Rang fünf platziert ist, früh den Schneid ab, könnte das Pendel in Richtung Sand ausschlagen. Lässt man die Gäste allerdings spielen, so werden diese Spaß an ihrem letzten Saisonauftritt bekommen, was für den SC Sand nicht gut ausgehen könnte. Allerdings war die Elf aus dem Kühnmatt im vergangenen Winter unter der Regie von Nora Häuptle in Leverkusen die bessere Mannschaft und verlor das Hinspiel unglücklich mit 1:2. Das Tor erzielte Chiara Loos.

"Ich werde maximal zwei Sätze über Leverkusen verlieren, das war’s", so Fischinger zur Vorbereitung auf die Partie. "Es geht darum, uns auf unsere Stärken zu konzentrieren und den Spielerinnen klar zu machen, was sie alles können und um was es in diesem Spiel geht. Das ist in erster Linie das Vermächtnis von Gerald Jungmann, der den Frauenfußball hier vor 41 Jahren erfunden und zu dem gemacht hat, was er heute ist", so Fischinger. Es geht aber auch um die Zukunft der Spielerinnen, die im Gros gerne zusammenbleiben würden und die daher auch um ihre eigenen Verträge spielen. Denn nicht viele werden in der kommenden Saison die Möglichkeit bekommen, weiterhin in der Bundesliga spielen zu dürfen.

"Wir freuen uns auf dieses Spiel und sind uns sicher, dass wir uns für unsere Arbeit der vergangenen Wochen jetzt endgültig belohnen werden. Wir werden das wuppen", ist sich der Sander Trainer sicher.

Fischinger freut sich zudem, dass auch wieder einige wenige Zuschauer ins Stadion dürfen, um den SC anzufeuern. Wie genau die Regelungen für einen eventuellen Zutritt sein werden, kann auf der Vereinsseite unter www.sc-sand.de nachgelesen werden. Wer es nicht ins Stadion schafft, kann das Spiel live im Internet auf DFB-TV und auf dem vereinseigenen Youtube-Kanal "Sandsturm TV" verfolgen.

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